Vita

artspace Erdel | Renate ChristinAusbildung

1976 - 1980 Internationale Sommerakademie der Bildenden Kunst Salzburg, Millstatt, Universität Haifa
1980 Meisterschülerin bei Prof. A. Bitran
1989 Aufenthalt im Virginia Center for the Creative Arts, USA, Stipendium der Stadt Regensburg

Auszeichnungen

1980 Ehrennadel des Landkreises Regensburg
1996: Kunstpreis der Akademie der Bildenden Künste Prag
1997: Silberne Ehrennadel des Landkreis Regensburg
2002: Nordgaupreis des Oberpfälzer Kulturbundes in der Kategorie „Bildende Kunst“
2018 Kulturpreis des Landkreises Regensburg

Engagement

1987-2013 Künstlerische Leiterin des „Internationalen Kunstforums“ im Schloss Eichhofen
1993 Gründungsinitiative zur Künstlerinnengruppe “GReK”
1996 Gründungsmitglied der internationalen Künstlergruppe "SaFiR"
seit 1998 Gastdozentin an der United Nations of the Arts U.N.A., Libera accademia d´arte à Trieste
1998 - 2009 Fachbeirätin für bk und ak, GEDOK Gruppe FRANKEN
2002 - 2008 Vorstandsvorsitzende der „Internationalen Gesellschaft für Bildende Künste“)
2002 - 2008 Vorstandsmitglied der Bundes-GEDOK
2006 - 2008 Stellvertretende Vorsitzende der Bundes-GEDOK
2003 - 2007 Vorstandsmitglied in der ECA (europe council of artists)
2010 - 2015 1. Vorsitzende im KunstvereinGRAZ, Regensburg

Arbeitsgebiete
Malerei, Grafik, Kunstprojekte

Ausstellungen
Deutschland,Schweiz,Frankreich,Luxemburg,Dänemark,Italien,Österreich,Spanien, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Ukraine, USA, Taiwan, Südkorea, Australien

Kunstprojekte
seit 1989 „Zeitvermerke“
seit 1994 „Fremde-Freunde“
seit 1996 „Straßen in Europa“
seit 1997 „Gemeinsames Haus Europa“ unter der Schirmherrschaft von Frau Dr. Hildegard Hamm-Brücher, Staatsm. a.D.,
1998 „Halle in Erwartung“ (Unterbau Walhalla, mit Gruppe GReK)
seit 1999 „Lebens-Fluss Donau“

Öffentliche Ankäufe / Kunst im öffentlichen Raum
Stadt Regensburg
Uniklinikum Regensburg
Kirche St. Markus
Regierung der Oberpfalz
Energieversorgung Ostbayern
V C C A/USA
Sammlung: KuGV. Regensburg
Museum Moderne Kunst Passau
Casoria Intern. Contemporary Art Museum Cardito-Napoli

Mitgliedschaften
seit 1978 Berufsverband Bildender Künstler Niederbayern/Oberpfalz
seit 1980 Kunst-und Gewerbeverein Regensburg
seit 1986 Künstlergilde e.v. Esslingen
seit 1986 GEDOK Gruppe FRANKEN
seit 2000 Ehrenmitglied deutsch-tschechischer Kunstverein
seit 2008 KunstvereinGRAZ e.V.

Internetseite der Künstlerin: http://www.renatechristin.de

Renate Christin erhält Kulturpreis 2018

Renate Christin Lebens-Fluss DonauDer Landkreis Regensburg verleiht den Kulturpreis 2018 an Renate Christin und ehrt die Künstlerin damit für ihr Lebenswerk. Auch wir gratulieren Renate Christin ganz herzlich.

Michael Eibl, Direktor der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg, lobte in seiner Laudatio besonders den Einsatz der Künstlerin und Kunstorganisatorin für die Frauen in der Kunstszene auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Sie strebe ein „gemeinsames Haus Europa an, das sich für ein friedvolles Miteinander einsetzt“. Er erklärte weiter: „Sie ist künstlerisch in der Region verwurzelt, richtet ihren Blick aber immer hinaus in die Welt.“ Die Preisträgerin zeigte sich nach der Laudatio sehr emotional: „Ich bin ganz gerührt“, verriet sie mit Freudentränen in den Augen und bedankte sich für die Auszeichnung sowie die Unterstützung.

Wir stolz darauf, die Kulturpreisträgerin des Jahres 2018 Renate Christin mit der Ausstellung LEBENS-FLUSS DONAU im Rahmen des Themenzyklus „4 Elemente“ zu zeigen.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am 13. September 2018 um 20 Uhr am Fischmarkt 3 in Regensburg statt. Renate Christin ist anwesend.

Meine Malerei ist offen

„Der Horizont ist heute weiter als er jemals war!" Ein Gespräch mit Renate Christin

von Peter Lang

Renate Christin Foto: Wolf ErdelDeine roten Haare...
... na ja, das habe ich irgendwann einmal für mich entschieden. Meine Großmutter war rothaarig, meine Mutter war rothaarig, ich hatte blonde, leicht ins Rötliche spielende Haare. Es war also keine Frage, dass meine Haare auch rot werden mussten. Vor der Farbe Rot in der Malerei hatte ich immer gewisse Hemmungen, eine Scheu. Erst in Paris in den 1990er-Jahren entwickelte ich den Mut, erstmals auch ein kräftiges und eindeutiges Rot zu verwenden. Paris assoziiere ich mit diesem speziellen Rot, das Verwegenheit, aber auch Verletzlichkeit signalisiert.

Du ordnest Städten Farben zu?
Ja, Gelb und Orange waren die vorherrschenden Farben, als ich in Slowenien gemalt habe. Es entspricht für mich der Farbgebung der Landschaft im Frühling, mit dem Ausblick auf die Weinberge, die im Sonnenschein liegen. Triest ist ockerfarben. Florenz assoziiere ich mit den Olivenhainen und in Rom sind es die sieben Hügel mit den perspektiven Farbabstufungen Blau zu Grün. Rot habe ich für Paris gewählt. Im Gegensatz zu Madrid mit einem feurigen Rot, ist es ein erdiges Ro, das für mich eine gewisse Melancholie beinhaltet und dadurch an die traurigen Liebschaften von Edith Piaf erinnert, die sie in ihren Liedern zum Ausdruck bringt. Die Häuser in Lviv in der Ukraine haben eine kalkige Farbigkeit, dabei gibt es jedes mögliche zarte Grün, Blau oder Rosa.

Wie kamst du zur Malerei?
In einer schwierigen Phase. Wie es halt so ist, der Mensch sucht sich bei Herausforderungen ein Ventil. Bei mir war es eine Wand im Kellergeschoss, die ich spontan und aus dem Bauch heraus bemalte. Einfach so. Ich musste das einfach tun. Intuitiv und ohne zu überlegen malte ich darauf los. Als ich meinem Mann das Werk zeigte und meinte, dass ich glaube, malen zu können, sagte er: „Ja, glaube ich auch“. Dann wünschte ich mir zu Weihnachten einen Ölfarbkasten. Ich bekam ihn und legte los. Intuitiv und rein nach Gefühl. Vollkommen aus dem Bauch heraus. Bei einem Aufenthalt in Bad Abbach zeigte ich meine Arbeiten Herbert Riemer, der damals dort eine Galerie führte. Seine Stimme habe ich noch im Ohr: „Die hat einen frechen Strich! Was machen wir mit der?“ Und so kam es zur ersten Ausstellung. Die Vernissage musste ohne mich stattfinden, ich lag wegen einer Operation in der Klinik. Mein Vater und mein Mann hatten die Ausstellung gehängt. Als ich aus der Narkose erwachte, brachte mir mein Mann den Zeitungsausschnitt mit der Überschrift „Erstausstellung von Renate Christin“.

Künstler im artspace Erdel