Dirk Streitenfeld: Vita

Dirk Streitenfeld, Foto: Wolf Erdel

Foto: Wolf Erdel

*1944 in Eisenach

1967-1972: Grafik Design-Studium an der HfBK Kassel bei Prof. Hans Hillmann

ab 1972: Freiberuflicher Grafiker in Frankfurt am Main und später in Oberursel

Arbeitsschwerpunkt: Plakatgestaltung / Bilderfindung

1987: Autor des Buches "Katzenkultur", gemeinsam mit Regina Streitenfeld

1988-2009: freier, dann fester freier Mitarbeiter beim Hessischen Rundfunk

1992-2014: Galerie Streitenfeld in Oberursel, gemeinsam mit Regina Streitenfeld

ab 2002: freie Malerei

Dirk Streitenfeld Oberursel
Foto: Wolf Erdel

Ausstellungen

2018 Sodener Kunstwerkstadt, Bad Soden, zusammen mit Regina Streitenfeld

2018 Ludwig Dörfler Museum, Schillingsfürst, zusammen mit Regina Streitenfeld

2017 artspace Erdel, Regensburg

2017 Schloß Schrozberg, zusammen mit Martin Schwarz

2016 Galerie Steinrötter, Münster

2016 Kulturstiftung Sparkasse Karlruhe (Gruppenausstellung)

2015 Galerie Schamretta, Frankfurt am Main

Galerie artspace Erdel & SchaulagerEinen Überblick über das künstlerische Werk von Dirk Streitenfeld finden Sie unter https://www.erdel.de/dirk-streitenfeld/

Auszeichnungen für grafische Arbeiten

1. Preisträger beim Wettbewerb zum ARD-Jahrbuch in den Jahren 1989, 1990 und 1992

3. Award beim Salon of Photography, Kalisz, Polen 1989

2ème mention, Poster-Triennale Mons, Belgien 1989

Images internationales pour les Droits de l'Homme du Citoyen, Paris, Frankreich 1989

Anerkennung gewinnende Werbung, Frankfurt am Main, 1985

The Chairman of the National Community of the South Moravian Region Award, Brno, CSSR 1982

Hon. award, Plakat-Biennale, Lahti, Finnland 1981

Bronzemedaille, Fotomontage-Biennale Grudziadz, Polen 1979

Auszeichnung, Wettbewerb kirchlicher Plakate 1973-78, Frankfurt am Main 1979

Teilnahme an jurierten internationalen Plakatwettbewerben

Taipei international Poster Festival, Südkorea, 1997

Graphics Posters, USA, 1996

Poster Biennale Helsinki, Finnland, 1997

Tel Aviv Museum of Modern Art, Israel. 1993

Bienal International del Cartel en México, 1990 und 1992

ECO International Exhibition of Grafic Art and Posters, Kharkov, UDSSR, 1990 und 2004

Salon of Photography, Kalisz, Polen 1989

Plakat-Triennale Mons, Belgien, 1989 und 1995

Fotomontage-Biennale Grudziadz, Polen 1979

Plakat-Biennale Lahti, Finnland, 1979, 1981 und 1983

Kirchliche Plakate 1973-79, Frankfurt am Main, 1979

Plakat-Biennale Brno, CSSR, 1978-1990, 1994 und 2002

The Listowell Poster Show, Irland, 1977 und 1980

Plakat-Biennale Warschau, Polen, 1976-2004

Regina Streitenfeld

Regina Streitenfeld, Foto: Wolf Erdel
Foto: Wolf Erdel

* 1947 in Kassel

1967-1971 Studium Kunstpädagogik an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Kassel, Klasse Malerei / Plastik bei Prof. Harry Kramer

1972-1973 Referendariat in Frankfurt am Main

1973-2012 Lehrerin an der Gesamtschule und am Gymnasium Oberursel

2014-2015 Freie Waldorfschule Vordertaunus

seit 2002 freie Arbeiten

Regina Streitenfelds textile Objektkunst ist mit der Pop-Art verwandt und zeigt Regina Streitenfelds Vorliebe für Warenästhetik.

Gruppenausstellungen

1971 Museum Fridericianum Kassel, Klasse Harry Kramer

2003 "Eingefädelt", Galerie Streitenfeld

2016 Galerie Steinrötter, Münster

2017 artspace Erdel, Regensburg

2018 Ludwig Dörfler Museum, Schillingsfürst

2018 Sodener Kunstwerkstadt, Bad Soden

Vernissage im artspace Erdel am 19. Oktober 2017

Regina und Dirk Streitenfeld im Artspace Erdel in Regensburg 19-10-2017

Ein Leben für die grafische Kunst

Die Bekanntschaft mit Dirk Streitenfeld habe ich vor allem dem sehr lieben, leider viel zu früh verstorbenen, Kollegen Armin Abmeier zu verdanken. Durch die Hilfe von Armin Abmeier konnte ich in den letzten 15 Jahren eine Reihe von Ausstellungen mit Künstlern der ersten Riegen deutscher Grafiker durchführen. Ich konnte Arbeiten von ATAK, Henning Wagenbreth, Anke Feuchtenberger und vor allen Dingen von Volker Pfüller zeigen, um nur einige wenige zu nennen. 

Doch wen ich auch ausstellte, Dirk Streitenfeld hatte all diese herausragenden Künstler schon vorher in seiner Galerie ausgestellt, die er über 25 Jahre lang zusammen mit seiner Frau Regina führte. Da war klar, dass wir uns kennenlernen mussten. Das geschah dann auch bald auf Vermittlung von Volker Pfüller.

Nun, wir haben uns sofort gut verstanden und so freue ich mich besonders, Ihnen heute Abend diese Ausstellung eines zusammenarbeitenden Künstlerpaares zeigen zu dürfen.

Die Lust an der Dekonstruktion

Jeder von Ihnen wird sich diesen Arbeiten auf seine eigenen Weise nähern. Mich faszinieren und bezaubern die Werke vor allem dadurch, dass jedes Thema, jeder Text, der damit verbunden ist, einen weiteren Gedankenraum, weitere Szenenvorstellungen, weitere Zusammenhänge eröffnet.

Diesen Arbeiten ist das zu eigen, was heute in Politik, Kultur und Wirtschaft stetig gefordert wird: Über festgelegte Muster hinaus zu denken, eingefahrene Wege zu überspringen und sich vom Zwang des immer so Praktizierten zu befreien.

All dies ist den Kunstwerken von Regina und Dirk Streitenfeld ganz natürlich zu eigen. Das Besondere dabei ist jedoch die spielerische Selbstverständlichkeit, die Lust an der Dekonstruktion, mit der das von statten geht.

Strenge Selektion

Sind das Thema und der Weg gefunden, wird allerdings streng und akribisch an der perfekten Umsetzung der Bildidee gearbeitet. Die altmeisterlich in Öl auf Leinwand gemalten Bildern und die kunstvoll bis ins kleinste Detail gestalteten Objekte sind genau geplant und mit höchster Sorgfalt gearbeitet. Darin unterscheiden sich Regina und Dirk Streitenfeld in keiner Weise.

Jedoch in der Wahl der Mittel: Regina Streitenfeld legt sich keinerlei Beschränkungen auf. Sie erobert sich die dritte Dimension. Dirk Streitenfeld bleibt dem Medium Bild verbunden und fügt das Wort als gleichberechtigte Komponente hinzu.

Wolf Erdel

Eröffnung Kunztgemälde 19. Oktober 2017

Dirk Streitenfeld im Interview

Hommage an den film noir

Das Gemälde "Sidney Nachtpoitier" ist eine Hommage an die Ästhetik Hans Hillmanns. Der Plakatkünstler Hans Hillmann hat mit seiner modernen Adaption der Kurzgeschichte Fliegenpapier von Dashiell Hammett in großformatigen Bildern einen gemalten Film Noir geschaffen. Die düsteren Szenerien Hammetts gibt Hillmann in Grautönen und ausdrucksstarken Licht- und Schatten-Effekten wieder.

Dirk Streitenfeld hat die Szenerie frei erfunden. Er lässt hier seiner Phantasie freien Raum für eine fein ausgeklügelte Raumkonstruktion.

Hans Hillmann gehört zu den wichtigen deutschen Grafikdesignern und Illustratoren und gilt als Begründer des modernen deutschen Filmplakats. Dirk Streitenfeld studierte bei ihm von 1967 bis 1972.

Denkangebote an den Betrachter

Dirk Streitenfelds Bilder brauchen ihre Zeit um zu reifen. Diese Spuren der Zeit finden sich auch auf der Leinwand wieder. Sei es im Hintergrund mit verschiedenen Schwärzungen, die aus darunter liegenen Farbaufträgen resultieren, sei es dass von manchen Elementen nur noch Teilstücke verbleiben oder sei es, dass Sätze halbvollendet stehen bleiben.

Immer sind Dirk Streitenfelds Bilder Denkangebote an den Betrachter, die ihren eigenen Sinn ergeben, auch wenn der manchmal in die Irre führt.

Über jeden Zweifel erhaben

Was und wie nun jeder Betrachter in Dirk Streitenfelds Bildern sehen mag bleibt ihm überlassen. Ein heiteres Spiel um autonomes Denken.

Künstler im artspace Erdel & Schaulager

Öffnungszeiten

Donnerstag und Freitag: 11- 17 Uhr 
Samstag: 11-15 Uhr und nach Vereinbarung

Kontakt: 0941 - 70 21 94 und
Mobil 0170 - 31 80 748

Mail: wolf@erdel.de

Skype: wolf.erdel

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Käufe und Lieferungen kontaktfrei möglich.

Click & Collect über unseren online-shop. Abholort: Schaulager, Am Schallern 4 nach Terminabsprache.

 

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