Medienkunst: Drei Stipendien am Edith-Russ-Haus

Erneut vergibt das Oldenburger Edith-Ruß-Haus für Medienkunst drei Stipendien zur Förderung einer künstlerischen Arbeit. Ermöglicht wird dies durch die Stiftung Niedersachsen. Das Stipendium in Höhe von jeweils 12 500 Euro wird für die Produktion eines neuen Projekts vergeben und soll ein breites Spektrum der Medienkunst fördern – von Videokunst und netzbasierten Projekten bis hin zu Klang- oder audiovisuellen Installationen.

Deadline: 5. Febrauar 2020

Die Bewerbungsfrist endet am Mittwoch, 5. Februar 2020, exakt um 23.59 Uhr. Die Bewerbung ist ausschließlich online möglich unter www.edith-russ-haus.de/stipendien.

Das Stipendium dauert insgesamt ein halbes Jahr: Juli - Dezember 2020 Mindestens einen Monat lang müssen sich die Stipendiaten in Oldenburg aufhalten. Auf Wunsch wird ein Gästeappartement zur Verfügung gestellt.

Die drei Stipendiaten sollen in die Aktivitäten des Edith-Ruß-Hauses eingebunden werden, beispielsweise mit Workshops, Präsentationen oder Künstlergesprächen. Auch eine Bewerbung als Gruppe ist denkbar.

Über die Vergabe der drei Stipendien entscheidet eine international besetzte Jury.

Stiftung Niedersachsen

Weitere Informationen: www.edith-russ-haus.de
Tel.: 0441 235-3194

Herzliche Einladung

Hybrid Futures

Spekulationen von Hito Steyerl, Mike Tyka und Jules Laplace

Donnerstag, 12. Dezember 2019, 20:00 Uhr
Futurium, Alexanderufer 2, 10117 Berlin

Die Hybrid Plattform und das Futurium starten eine neue Veranstaltungsreihe: die »Hybrid Futures. Kunst und Wissenschaft zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft«. Ausgewählte Künstler*innen und Wissenschaftler*innen treffen sich, um über die Zukunft zu sprechen und darüber, wie sie noch verlaufen könnte.

Die Reihe wird eröffnet mit einem Gespräch von Hito Steyerl, einer der international einflussreichsten zeitgenössischen Künstlerinnen, und ihren Kollaboratoren, den Künstliche Intelligenz (KI)-Experten Mike Tyka und Jules LaPlace.

In ihren Arbeiten setzt sich Hito Steyerl mit aktuellen Fragen der Theorie und Praxis gesellschaftspolitischer Prozesse auseinander. Dabei eröffnet sie neue Perspektiven, zeigt Verbindungen auf und hinterfragt kritisch die gegenwärtigen Entwicklungen von Digitalisierung und Globalisierung. Mike Tyka und Jules Laplace sind Entwickler, die sich – u.a. bei Google – mit Maschinellem Lernen befassen.

Eine klassische Podiumsdiskussion wird man an diesem Abend nicht erleben. So hybrid die Themen, so innovativ das geplante Format. Der Gesprächsablauf wird von Shelly Kupferberg moderiert und in einzelne Abschnitte geteilt. Zuerst wird ein Blick auf die Vergangenheit der Disziplinen geworfen und deren zunehmende Hybridisierung diskutiert. Anschließend wird – anhand von Szenarien aus Kunst und Wissenschaft unterschiedlicher Epochen – eine Spekulation über die zukünftige Gestaltung der wissenschaftlichen Disziplinen entwickelt.

Eröffnung Schaulager

Das Schaulager Am Schallern 4 ist neben dem artspace Erdel am Fischmarkt 3 der zweite Ausstellungsraum, den Wolf Erdel ganzjährig mit Kunstausstellungen bespielt.

Das Schaulager hat ein eigenständiges Profil: Junge Künstler, kleine Formate, Kunst abseits des Mainstreams, druckgrafische Arbeiten und Zeichnungen, Neuvorstellungen. Kurzum ein Experimentierfeld für die Kunst und eine Wunderkammer für die Kunstliebhaber. Ausstellungsdauer jeweils vier Wochen.

Außerdem sind im Schaulager immer auch Arbeiten der Künstler der Galerie vorrätig: Volker Pfüller, Juan Fernando de Laiglesia, Zhao Bin.


Foto: Peter Burkes

Susanne Neumann zum Gast beim Galerienabend 2019

Am 21. September 2019 haben wir die Galerie artspace am Fischmarkt 3 und das Schaulager Am Schallern 4 ab 18 Uhr geöffnet.

Weitere Infos über das spannende und vielseitige Werk von Susanne Neumann.

Öffnungszeiten
Galerie artspace Erdel Fischmarkt 3 &
Schaulager Am Schallern 4 täglich geöffnet.
Tel.: 0941.70 21 94
Mobil Wolf Erdel: 0170.31 80 748
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Exklusivinterview mit Christl Baur, Ars Electronica Festival


Wie kam es zur Idee für das neue Format einer Kunstmesse erstmals auf dem Ars Electonica Festival 2017?

Der „Gallery Space“ im Rahmen des Ars Electronica Festivals 2017 in der PostCity war der Start unser Initiative, die Medienkunst und den Kunstmarkt auf eine konstruktive Art zusammenzuführen und ein Collectors Programme anzubieten. Auch für uns war diese Art von „Art Market“ eine ganz neue Thematik. Bereits im Oktober 2016 fand unter der Federführung von Christa Sommerer, Professorin and der Kunstuniversität Linz, Studiengang ,interface cultures‘, im Lentos Kunstmuseum Linz erstmals ein Symposium statt, um über Medienkunst im Kontext des Kunstmarktes zu diskutieren. Der zweite Teil dieses Symposiums fand während dem Festival ebenfalls in der PostCity statt.

Es gibt interessante neue Strömungen und Möglicheiten, wie etwa Online-Galerien oder auch erfolgreiche Online-Auktionen. Auch die Meinungs- und Wertbildung im Kunstmarkt erfolgt zunehmend über Online-Magazine und nicht mehr ausschließlich über gedruckte Hochglanzbroschüren und Magazine. Durch Big-Data-Analysen werden Rankings von KünstlerInnen erstellt wodurch sich nicht nur die Wert- und Meinungsbildung im Kunstmarkt verändert, sondern auch die Verwertung.

Gleichzeitig interessieren sich Galerien und SammlerInnen immer stärker für Medienkunst was auch damit zu tun hat, dass mittlerweile klar ist, dass die künstlerische Arbeit, die aus einer digitalen Welt entsteht oder die digitale Welt reflektiert, ein entscheidender Teil unserer zeitgenössischen Kunst geworden ist und eine Trennung zwischen Medienkunst und zeitgenössischer Kunst daher obsolet geworden ist. Abgesehen von Galerien, beschäftigt sich auch eine immer größer werdende Anzahl von SammlerInnen mit Medienkunst und vergessen langsam ihre Skepsis. Nicht zuletzt möchte natürlich ebenfalls eine junge Generation von MedienkünstlerInnen zunehmend mit dem Kunstmarkt Verbindung aufnehmen.

Aufgrund der hohen Anziehungskraft auf sehr unterschiedliches Publikum, sei es die Linzer Bevölkerung aus dem Umfeld oder internationale Kuratoren oder Kunstschaffende, eignet sich das Festival ausgezeichnet, um dieses Format weiter zu diskutieren. Der Diskussionsbedarf besteht und gleichzeitig lässt sich über das Festival eine größere Zielgruppe mit einbeziehen, v.a. auch die Künstler, die direkt involviert sind in diese Diskussion bzw. die sich in ihren Arbeiten damit auseinandersetzen müssen.

Wer waren die federführenden Köpfe für den neuen Programmpunkt „Gallery Spaces“?

Diese Initiative, die von einer Gruppe internationaler Experten wie Bozars Medienkunstkurator Christophe de Jaeger, Rosina Gomez Baeza (langjährige Direktorin von LABoral), der renommierten Medienkünstlerin Prof. Christa Sommerer und Ars Electronica Direktor Gerfried Stocker getragen wird, soll eine Plattform für die Begegnung und den Austausch zwischen Kunstmarkt und Medienkünstlern bieten. Damit verbunden ist auch die Gluon-Initiative, die es sich zum Ziel gesetzt hat, einen neuen Zugang zu Kunst und Wissenschaft zu etablieren, indem sie interessierte Künstler, Wissenschaftler und Sammler für eine neue Art der Zusammenarbeit an dieser Schnittstelle zusammenbringt. Ausgewählte Künstler werden Wissenschaftlern aus verschiedenen Bereichen vorgestellt und können einen Wissenschaftler als "Scientist-in-Residence" im Atelier des Künstlers auswählen. Sammler haben die Möglichkeit, Gönner dieser Residenz zu werden und diese zu finanzieren und die Produktion eines neuen Projektes zu finanzieren. Die Gluon-Initiative ist eine Kooperation zwischen Ars Electronica, der Serpentine Gallery und Bozar.

Neben der Ausstellung, den Gallery Spaces, in denen international renommierte Galerien wie Galerie Charlot (Paris/Tel Aviv-Jaffa), Galerie Anita Beckers (Frankfurt) und Steve Fletcher mit seiner in Linz gelaunchten Agentur ‚The Artists Development Agency‘ Künstler und deren Arbeiten präsentiert haben fand ein Symposium mit Konferenzen und Round Tables statt, zu diesen internationale Protagonisten wie Hans Ulrich Obrist, Paul Dujardin und Christophe de Jaeger sowie herausragende Künstler wie Manthia Diawara, Rachel Rose oder Damian Ortega nach Linz eingeladen wurden.

Warum ist dieses neue Angebot so wichtig für das Festival Ars Electronica?

Da es mittlerweile offensichtlich ist, dass die Digitalisierung vor keinem Bereich unseres Lebens oder der Wirtschaft Halt macht, verändert sich natürlich auch der Kunstmarkt. Wir möchten die unterschiedlichen Akteure zusammenbringen und ihnen eine Plattform bieten, wo die wichtigen Themen diskutiert und besprochen werden können., Uns ist es wichtig, dass alle Protagonisten des Kunstmarktes vertreten sind: Künstler, Galerien, Kulturinstitutionen, Künstleragenturen wie z. B. die von Steve Fletcher, junge Künstler dabei unterstützt einen Zugang zu Galerien und dem Kunstmarkt zu erhalten, sowie Start-Ups wie niio, die digitale Vertriebsmöglichkeiten anbieten und so das Thema der Erhaltung und dem Zugang zu Medienkunst adressieren. Es soll ein Diskussionsformat geschaffen werden, dass zum gegenseitiges Kennenlernen und zu einer Austausch zwischen den Beteiligten führt und neue Ansätze zu bekannten Problematiken gefunden werden können.

Wie war das Feedback auf die Eröffnungsvorträge?

Natürlich eignet sich ein einstündiger Talk, in den mehrere Personen involviert sind nicht direkt, darüber zu diskutieren, welches Format nun wirklich Sinn macht oder welches man mit in die Zukunft nehmen möchte, sondern es werden einzelne Positionen zu präsentieren. Um gemeinsame Parameter z.B. hinsichtlich einer Lösung der Problematik der Konservierung von Medienkunst zu schaffen, müssen die unterschiedlichen Akteure an einen gebracht werden um in längeren Gesprächen nach übereinstimmenden Lösungen zu suchen. Doch auch wenn es hier noch keine Ergebnisse gibt ist es uns wichtig, diesen Prozess anzustoßen und eine Situation zu schaffen in der unterschiedliche Teilnehmer sich kennenlernen und vernetzten können um in weiteren Gesprächen, über dieses Format hinaus, die Ideenfindung weiterzuführen und zukunftsträchtige Modelle zu entwickeln.

Wie erfolgreich konnten sich die Akteure während des Festivals miteinander vernetzen?

Innerhalb der Ausstellungsräume und diskursiven Formate gab es vielfältige Möglichkeiten sich auszutauschen und kennenzulernen. Zusätzlich wurde ein Collectors Programme angeboten, ein speziell organisiertes Programm mit Führungen, Vorträgen und Empfängen, welches auch in diesem Jahr wieder stattfinden und weiter ausgebaut wird.

Wie war die Resonanz der Besucher?

Um eine Zahl zu nennen, es haben 2017 über 100.000 Besucher innerhalb von 5 Tagen das Festival besucht. Durch die Einbettung des Gallery Spaces auf der räumlichen Ebene der Themenausstellung war hier eine Trennung nicht auf den ersten Blick ersichtlich, außer in der räumlichen Gestaltung und Architektur der Räume. Diese Verknüpfung hat ein sehr positives Echo hervorgerufen, da der sonst übliche Messencharakter nicht vorhanden war und Regelwerk des Messebetriebes außer Kraft gesetzt waren. Auch hat sich ein reger Austausch mit den Besuchern und anderen Akteuren des Festivals ergeben, die nicht zwangsläufig sonst auf Kunstmessen unterwegs sind. Insgesamt war das Setting und die Verortung der Räumlichkeiten ein großer Erfolg und sind auf sehr positive Resonanz von allen Beteiligen gestoßen.

Wird das Ars Electronica Festival nun auch zu einem Ort für eine Medienkunstmesse?

Nein, wir haben nie den Anspruch oder Ziel gehabt, dass der Gallery Space eine eigenständig Messe wird. Unsere Initiative wird auch weiterhin im Rahmen der Aktivitäten des Festivals stattfinden und somit ein Teil davon sein. Die Interaktion der Teilnehmer steht bei uns im Vordergrund und nicht das finanzielle Interesse.

Der „Gallery Space“ unterscheidet sich ja sehr von herkömmlichen Präsentationsformen auf Kunstmessen? Wie kam die Ausstellungsarchitektur an?

Auch international gibt es einige Galerien die wieder weg von dem White Cube als einzige Präsentationsmöglichkeit gehen und sie ziehen in leerstehende Fabrikhallen. Auch bei uns wurde dieses spannende Setting der Gallery Spaces einerseits innerhalb des Paketspeichers des ehemaligen Postverteilerzentrums und andererseits in einem ehemaligen Dokumentenlager der Finanzbörde, als sehr spannend empfunden. Diese spektakulären Räumlichkeiten wurden durch eine dezente Architektur von weißen Wänden hervorgehoben, auf denen die Kunstwerke vor einem neutralen Hintergrund, innerhalb eines faszinierenden Raumes präsentiert wurden. Bewusst haben wir auf Seitenwände verzichtet um die Blickachsen nicht zu stören und den Raum von mehreren Ebenen begehbar gemacht, z.B. auf den Förderbändern.

Nach welchen Kriterien wurden die Galerien ausgewählt?

Der „Gallery Space“ war ein erster Versuch, die zwei Welten von Ars Electronica und dem Kunstmarkt zu verknüpfen. Wir haben die Galeristen, die in Linz präsentiert wurden, alle persönlich eingeladen, ohne Bewerbungs- und kein Selektionsverfahren. Viele Galerien, die sich bereits seit vielen Jahren mit der Kunst des bewegten Bildes, sowie Kunstformen beschäftigen, die sich an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Gesellschaft befinden, waren bei uns vertreten.
Es war uns auch ganz wichtig, dass sich die Galeristen nicht nur im Gallery Space aufhalten oder sich den ein oder anderen Talk anhören, sondern dass sie auch vom allgemeinen Programm des Festivals und von den Vernetzungsmöglichkeiten profitieren. Und das wurde auch sehr gut angenommen, dass es eben nicht nur um einen Kunstmarkt geht, sondern um die Einbettung dieses Teils in das Ganze.

Gibt es diesen Programmpunkt auf dem Festival in Zukunft erneut?

Ja, wir haben uns aufgrund des sehr positiven Feedbacks entschieden, auch 2018 wieder einen Gallery Space beim Festival, vom 6-10. September in Linz zu präsentieren. Wir sehen von allen Seiten sehr großes Interesse, sich gegenseitig auszutauschen und einander besser kennenzulernen und wir möchten auch in den nächsten Jahren diese unterschiedlichen Welten zusammenführen. Wie jedes Format benötigt auch dieses seine Zeit um sich zu etablieren und auf das Interesse der größeren Masse innerhalb des Kunstmarktes zu stoßen und es ist auf jeden Fall in unserem Interesse dieses Format weiterzutragen.

Welche Ziele streben Sie mit dem „Gallery Space“ an?

Wir möchten ein alternativer Raum für Akteure des Kunstmarktes sein, in dem monetäre Interessen nicht den Vorrang haben, sondern der Austausch und die Vernetzung. Unser primäres Interesse liegt also nicht in den Zahlen der verkauften Arbeiten, sondern darin, Künstlern den Weg zu erleichtern, mit ihrem Schaffen ihr (Über)Leben sichern zu können. Wir wollen einen Ort schaffen, an dem sich Galerien, Sammler und Künstler vernetzen können und dadurch einen kleinen Beitrag leisten um eine Entwicklung voranzutreiben und es freut uns wenn uns Menschen besuchen, die uns bisher nicht auf ihrem Radar hatten.

Wie war die Reaktion der Medien auf dies neue Kunst-Format?

Unser Ziel ist erreicht, wenn wir den Ansatz für Diskursebene geschafft haben und wenn dies über das Jahr hindurch aufrecht erhalten werden kann. Ich will damit nicht sagen, dass wir alleine den Anstoß gegeben haben, denn Anstöße gibt es seit 10 Jahren immer wieder, aber dass wieder ein neuer Impuls hinzukam, ist sicherlich hilfreich Und hoffentlich sehen auch Künstler außerhalb des klassischen Marktes hier die Möglichkeit einer Erwerbsquelle ohne ihre künstlerische Praxis zu ändern oder and die momentanen Bedürfnisse des Marktes anzupassen.

Über Christl Baur

Christl Baur

Christl Baur ist Forscherin und Kulturproduzentin mit interdisziplinärem Hintergrund in Kunstgeschichte, Kulturmanagement und Naturwissenschaften. Sie arbeitet seit 2016 mit Ars Electronica zusammen. Sie interessiert sich besonders für die Verbindung von ästhetischen und sozialen Praktiken, die sich um Kollaboration und Experimentieren drehen und soziale, politische und wirtschaftliche Handlungsmuster herausfordern.

Ihr Forschungsgebiet umfasst Themen wie Videokunst, Neue Medientechnologien, Computer, Biotechnologie und Interaktive Kunst und sie arbeitet an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft.

Im Laufe des letzten Jahres hat sie umfangreiche Ausstellungen und Performances, Forschungs-, Residenz- und Publikationsprojekte entwickelt, co-produziert und realisiert – zuletzt in Kooperation mit Universitäten und wissenschaftlichen Verbänden wie Google Arts & Culture, Microsoft, der Linzer Kunstuniversität wie auch der Universität von Tsukuba. Sie arbeitet eng mit KünstlerInnen zusammen, deren Praxis an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technologie liegt.

Fotonachweis:
Christl Baur: By courtesy of Christl Baur
Medienkunst im Gallery Art Space 2017. Foto: Antonia Kienberger

The Frankfurt Art Experience: 6. bis 8. September 2019

art-experience-talk-frankfurt-2019Die Art Experience Talks (07.09.2019) debattieren zum Kunstwochenende ‘The Frankfurt Art Experience’ über relevante Fragen der Kunst.

Es geht um globale Kunstmärkte, Relevanz des Kuratierens und die Rolle der Museen. Mit Europachef von Christie's London Dirk Boll, F.A.Z. Redakteur Kolja Reichert, MMK Direktorin Susanne Pfeffer, Direktor der Nationalgalerie Berlin Udo Kittelmann und vielen mehr.

Die Teilnahme an den Art Experience Talks ist kostenfrei. Anmeldung erforderlich.

In vier Talks reflektieren und diskutieren renommierte Kenner der Kunstwelt Impulse, Positionen und aktuelle Markttendenzen sowie internationale Entwicklungen auf dem Kunstmarkt. Der Abschluss-Talk widmet sich dem Blick auf die Potenziale Frankfurts.

Die Titel der Talks

  • Aktuelle Entwicklungen auf dem internationalen Kunstmarkt
  • Das Zusammenwirken von Kunstmarkt und Museen
  • Relevanz des Kuratierens für Künstler und Kunstmarkt
  • Verortung Frankfurt

Weltkunst: Chronik des deutschen und internationalen Kunstmarkts digitalisiert

Weltkunst 1927-1944 online abrufbar

Dank der Universität Heidelberg werden in wenigen Tagen alle frühen Weltkunst-Ausgaben im Netz frei zugänglich sein. Am 1. September wird die Universitätsbibliothek Heidelberg – nach Monaten des Digitalisierens – viele tausend Magazinseiten aus der Zeit von 1927 bis 1944 online stellen.

Sie sind eine unerschöpfliche Quelle für die Provenienzforschung und andere Kunstrecherchen: Sowohl die redaktionellen Inhalte als auch die Anzeigen können jetzt mit wenigen Klicks nach Werken, Künstlern, Sammlern, Auktionen, Kunsthandlungen, Orten und Museen durchsucht werden.

Als Chronik des deutschen und internationalen Kunstmarkts hat die Weltkunst auch die dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte begleitet. Es ist uns wichtig, auch an dieses Kapitel in der Historie unserer Zeitschrift zu erinnern und transparent damit umzugehen.

Human Limitations - Limited Humanity

Die Möglichkeit, Grenzen zu überschreiten

ars-electronica-festival-themenausstellung-human-limitations-lilmited-humanity-2019
Putting The Pieces Back Together Again, Ralf Baecker (DE)

Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt füllen beim Ars Electronica Festival 2019 den Bunker der POSTCITY mit Medienkunst. Die Projekte gehen heuer mit unterschiedlichen Zugängen vor allem der Frage nach den menschlichen Grenzen nach.

Es waren immer schon unsere Schwächen und Limits, die uns antrieben, Technologie zu entwickeln. Im Laufe der Zeit haben wir stetig mächtigere Werkzeuge entwickelt, um unsere Grenzen hinauszuschieben oder gar zu überwinden. In Zeiten von Bioengineering und Artificial Intelligence stellt sich immer öfter die Frage, wie weit wir dabei gehen wollen, gehen dürfen.

„Human Limitations – Limited Humanity“ lautet der Titel der großen Ausstellung zum diesjährigen Thema des Ars Electronica Festivals, die im spektakulären Bunker der POSTCITY künstlerische Positionen zu dieser grundlegenden Frage präsentiert.

Erste Details verraten Christl Baur, Co-Produzentin des Ars Electronica Festivals, und Gerfried Stocker, Künstlerischer Leiter der Ars Electronica im Interview auf dem Blog des Ars Electronica Festival!

ART Salzburg Contemporary 2019


Kiddy Citny. Trinity. Queenberg Gallery, Salzburg

Die dritte Auflage der ART Salzburg Contemporary vom 27. bis 29. September 2019 in Salzburg spannt mit ihren Specials einen faszinierenden Bogen von den Fixsternen der Moderne wie Bauhaus und Picasso bis herauf in die Jetztzeit. Street-Art-Künstler Kiddy Citny wird als Artist in Residence seine Vision einer besseren Welt entwickeln.

Zeitgenössische Kunst, Pop Art und klassische Moderne

Das sind die inhaltlichen Schwerpunkte, mit denen sich die ART Salzburg Contemporary vom 27. bis 29. September in der Salzburger Messe präsentieren wird. Vielfalt ist dabei das Leitthema dieser von Anfang an dezidiert international ausgerichteten Kunstmesse, die in diesem Jahr bereits ihre dritte Auflage erleben wird. ART Salzburg Contemporary-Direktorin Johanna Penz legt besonderen Wert darauf, „unserem hochinteressierten und aufgeschlossenen Salzburger Publikum Positionen und Programme zu zeigen, die in dieser Form in Salzburg bis dato noch nicht zu sehen waren. Also nicht noch mehr vom Gleichen, sondern ganz bewusst Neues und Anderes.“

Exzellentes Netzwerk von langjährigen Partnern

Johanna Penz setzt man auf die Kompetenz und das exzellente Netzwerk von langjährigen Partnern wie etwa der Galerie Dikmayer aus Berlin-Mitte, die anlässlich des 100 Jahr-Jubiläums der Bauhaus-Schule und in enger Kooperation mit dem Henry van de Velde Museum eine eigene Sonderpräsentation für Salzburg entwickeln wird. Neben ausgewählten Originalen des berühmten Bauhausmeisters und Künstlers Georg Muche werden sowohl Möbelstücke von Marcel Breuer, Mies van der Rohe und Erich Dieckmann, Metallarbeiten von Marianne Brandt und Wilhelm Wagenfeld sowie Keramik von Theodor Bogler zu sehen sein. Diesen erlesenen Bauhaus-Exponaten werden wiederum zeitgenössische Positionen gegenübergestellt, die sich nachweislich von den Großmeistern der Moderne inspirieren ließen.

Into the future

Mit dem lebensfrohen Street-Art-Künstler Kiddy Citny, der sich mittlerweile launig als der Dino dieser Szene bezeichnet und gerade erst mit seinem Künstlerkollegen Thierry Noir die denkmalgeschützten Berliner Mauer-Graffitis restaurierte, holt sich die ART Salzburg Contemporary zudem noch einen ausgewiesenen Performing Artist nach Salzburg, der dort in einer dreitägigen Malaktion von einer besseren lebensfroheren Welt träumen wird. Der Titel seiner Aktion: „Into the Future“.

ART SALZBURG CONTEMPORARY & ANTIQUES INTERNATIONAL
27. – 29. September 2019

Eröffnung 26.9., 19.00 Uhr

Halle 1 – Messezentrum Salzburg, Am Messezentrum 1, A-5020 Salzburg

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Öffnungszeiten

Wir sind Montag bis Freitag
von 11 bis 18 Uhr für Sie da!

artspace Erdel Fischmarkt 3
& Schaulager Am Schallern 4

Gerne auch nach Vereinbarung.
Kontakt: 0941 - 70 21 94 und Mobil 0170 - 31 80 748

Besuchen Sie auch unseren Kunstshop www.erdel-shop.de