Im Blickpunkt: Juan Fernando de Laiglesia bis 18. April 2026 im artspace

2018 stellte die Galerie Erdel in Kooperation mit dem spanischen Film- und Kulturfestival cinEScultura den spanischen Künstler Juan Fernando de Laigleisa in der Einzelausstellung 4 Elemente vor. 2026 greift Wolf Erdel das Thema erneut auf, das nichts an seiner Aktualität eingebüßt hat. Juan Fernando schrieb im Begleittext: „Jetzt, im Jahr 2018, wo unser Planet Erde zum Schauplatz eines unumkehrbaren Klimawandels geworden ist, in Zeiten großer Migrationsbewegungen, am Vorabend eines neuen kalten Krieges und zu einer Zeit, in der alle Menschen im gleichen Augenblick miteinander kommunizieren können, scheint es notwendig, dass die Vorstellungskraft der Künstler daran mitarbeitet, die Grundlagen unserer Welt in ihren vier Strukturelementen Wasser, Erde, Luft und Feuer neu zu überdenken.“
Heute sind aus den kalten Konfliktfeldern zu heißen Krisenfeldern geworden. Viele neue Krisen kamen hinzu. Alte Strukturen zerfallen. Umso mehr kann die Vorstellungskraft der Künstler daran mitarbeiten, Strukturelemente mit neuer, konstruktiver Kraft zu füllen.
Juan Fernando tut dies auf eine hoch philosophische und doch spielerisch einfache Art und Weise. Zu sehen im Artspace Erdel, Fischmarkt 3 im Monat April.
Juan Fernando de Laiglesias künstlerischer Ansatz ist es, ausgehend von einer Idee, einem intellektuellen Anreiz mit einem ein Gefühl, das aus dem tiefsten Inneren kommt zu verbinden, gepaart mit einer starken Emotion, die den intellektuellen Gedanken verdichtet.
Die Arbeiten, die derzeit in der Galerie Erdel zu sehen sind, sind das Kondensat von über 40 Jahren reger Forschungs- und Ausstellungstätigkeit, voller Neugierde und hoher Reflektionskraft. Die Kunstwerke entstanden unter der Prämisse, mit einem starken Impuls, Gestus zu arbeiten, ohne „marcha atrás“, ohne Rückwärtsgang, ohne Korrekturen. Vielleicht auch eine Metapher für das Leben.
Juan Fernando wurde 1947 in Madrid geboren. Er hat noch vier weitere Geschwister, wuchs in einem sehr musikalischen Elternhaus auf, kam früh mit Literatur und Theater in Kontakt und studierte an der Königlichen Akademie der schönen Künste in Madrid Bildhauerei. Gleichzeitig studierte er auch Philosophie. In diesem Fach promovierte er zum Thema „Maschine zum Herstellen von Metaphern“. Er unterrichtet zunächst an der Königlichen Akademie der schönen Künste in Madrid und wurde in den 1980er Jahren an die Universität von Vigo berufen, um dort die Fakultät de Bellas Artes aufzubauen. Was er auch tat. Noch heute, als emeritierter Professor, nimmt er aktiv an Forschungssymposien teil und sein künstlerisches Tun ist ungebremst.












