Galerie artspace Erdel Der andere Blick

Nach "Theatrale Regensburg" (5 Ausstellungen 2010-2011) und dem Thema "Konkret und Abstrakt" (2011) stellen wir den nächsten Ausstellungszyklus unter das Motto: "Der andere Blick".

Wer dabei zunächst an die geographische Herkunft der Künstler (Juan Fernando de Laiglesia, Zhao Bin u.a.) denkt, hat bereits eine Facette dieses Zyklus wahrgenommen. Entscheidend für unsere Konzeption des Ausstellungszyklus ist jedoch, unabhängig von geographischer Ferne oder Nähe im globalen Dorf, durch die Neuartigkeit der in den Bildern vermittelten Ideen und ihre Kraft dem aufgeschlossenen Rezipienten seinerseits neue Denkpfade zu eröffnen.

Die Auswahl der Werke richtet sich nach dem Anspruch, unsere Weltsicht mit starken und einprägenden Bildern um originelle Denkansätze zu bereichern.

Dabei sind wir (nach Duchamps) "an Ideen interessiert, nicht bloß an bildlicher Fabrikation", fühlen uns aber bei den ausgestellten Werken zu einer Qualität verpflichtet, die dem idealen Anspruch angemessen ist.

In diesem Sinne freuen wir uns, den Zyklus "Der andere Blick" mit einer Ausstellung und einem Zitat von Juan Fernando de Laiglesia eröffnen zu können: "Die zeitgenössische Kunst fängt an, eine fortwährende Überraschung zu sein."

> zur Ausstellung "Papeles" von Juan Fernando de Laiglesia

> zur Ausstellung "Der andere Blick" von Zhao Bin

> zur Ausstellung "Werkstatt des Weltenschöpfers" von Juan Fernando de Laiglesia

Das magische Viereck

24. September – 27. Oktober 2016

Realität und Wahrnehmung im Rahmen.
Zum Auftakt der neuen Kunstsaison zeigt die Galerie artspace Erdel am Fischmarkt 3 in Regensburg eine Themenausstellung mit herausragenden Arbeiten verschiedener Genres. Sie alle demonstrieren die magische Verwandlung von Wirklichkeit und Fiktion, sobald unsere Vorstellung sie in das Viereck des Abbildes fasst.

Galerie artspace Erdel Regensburg Das magische Viereck; Foto: Antonia Kienberger

Die Ausstellung Das magische Viereck orientiert sich am Interesse "an Ideen, nicht bloß an bildlicher Fabrikation" (Duchamps). Die Auswahl der Werke richtet sich nach dem Anspruch, unsere Weltsicht mit starken und einprägenden Bildern um originelle Denkansätze zu bereichern.

Die Neuartigkeit der in den Bildern vermittelten Ideen haben die Kraft, dem aufgeschlossenen Rezipienten seinerseits neue Denkpfade zu eröffnen. Unter dieser Perspektive "fängt die zeitgenössische Kunst an, eine fortwährende Überraschung zu sein." (Juan Fernando de Laiglesia).

Die Ausstellung wird am Regensburger Galerienabend am Samstag, 24. September 2016 um 18 Uhr eröffnet.

Öffnungszeiten Galerie artspace Erdel: Mittwoch und Donnerstag von 16 bis 19 Uhr und nach Vereinbarung.
Tel.: 0941/ 70 21 94.

Mitwirkende Künstler

Frieda Korda, Antwerpen: Fotocollage

Pomodoro Bolzano, Regensburg: Soziale Plastik

Peter Dorn, Regensburg: Videoinstallation

Juan Fernando de Laiglesia, Pontevedra: Mixed Media

Zhao Bin, Changsa: Malerei

Wolf Erdel, Regensburg: Foto-Installation

Medienecho

Susanne Wolke: "Künstlerisches Schaffen im Viereck", 1.10.2016

Susanne Wolke: "Die Form des Rahmens in der Kunst", 26.09.2016, Donau-Post

Michael Scheiner: "Altmodisch und eigensinnig", 26.09.2016, Mittelbayerische Zeitung

Peter Burkes: "Die Bilder der Künstlerin Frieda Korda sind vielschichtig und faszinierend", 25.09.2016, Regensburger Tagebuch

Juan Fernando de Laiglesia

Installation, Mixed Media, Zeichnung

Juan Fernando de Laiglesia; Foto: Wolf Erdel

Juan Fernando de Laiglesia ist Maler und Bildhauer, Lehrstuhlinhaber an der Universität Vigo, Galicien und ein großer Humanist, der in seinen Arbeiten analytische Logik und spielerische Poesie in Harmonie vereint. In seinen Werken beschäftigt sich Juan Fernando de Laiglesia mit dem Menschen und dessen Blick auf die Welt – mit der Konstruktion unseres Weltbildes.

Wir zeigen zwei Arbeiten aus den Jahren 2006 und 2007, die paradigmatisch für das künstlerische Schaffen Juan Fernando de Laiglesias stehen: Wie interagieren, wie kommunizieren wir / die Welt zufällig miteinander?

Juan Fernando de Laiglesia stellte in den letzten Jahren Werkzyklen zum modernen Nomadentum, zum Transit, zur Erforschung neuer Lebensentwürfe und zu unserem Verhältnis zur Umwelt aus. Die Freiheit des Individuums und die positive Kraft der Transformation sind in seinem Denken zentral. Die spielerische Anlage seiner Arbeiten eröffnet neue Betrachtungsweisen und interessante Perspektivenwechsel.

Arbeiten im Artspace Erdel: Das magische Viereck

Monstruo fabuloso fuera de su jaula
Öl auf Kinoplakat, 150 x 100 cm, 2006
7.800 Euro

 

Pares aleatorios idénticos
Táblex auf Holz, 28 x 45 x 7 cm, 2007
3.800 Euro

Juan Fernando de Laiglesia im Artspace Erdel Regensburg

 

Zhao Bin

Maler

Zhao Bin; Foto: Wolf Erdel

Zhao Bins zentrales Thema sind Prozesse, kulturelle Durchdringungen und Aneignungen, aber auch immer wieder Marginalisierungen und Aspekte des Fremden, die sich auch unabhängig von kulturellen Prägungen nicht überwinden lassen.

Wir zeigen eine Arbeit aus Zhao Bins neuestem Werkzyklus. Zhao Bin thematisiert das Streben nach Individualität in der Massengesellschaft. In seinen Bildern seziert er die Spielarten der medialen Selbstinszenierung in Zeiten der permanenten globalen Öffentlichkeit.

Motiviert vom Wunsch nach Einzigartigkeit, angetrieben vom Mechanismus der ständigen Überbietung entwickeln sich gruppenspezifische Codes. Es besteht ein Zwang nach ständig neuen Bildern, ein Druck den Körper zum Event zu machen. Daraus entsteht paradoxerweise ein enges Korsett der Normierung der Individuen.

Zhao Bin studierte an der Akademie der Künste in München von 1999 bis 2006 bei Prof. Axel Kasseböhmer Malerei. Die Diplomarbeit wurde mit dem Laura und Lorenz Reibling-Preis der Stiftung Kunstakademie prämiert. Die Galerie Erdel stellt Zhao Bin seit 2005 regelmäßig aus.


Zhao Bin: News from China.
Öl auf Leinwand, 80 x 100cm, 2010; 5.000 Euro

Ausstellungen

Galerie Seon Ygoun, Korea 2015
Dongwounuan Museum, China 2015
Millenium Center for Contemporary Art, China2012
Lorand Gallery, Boston, USA 2011
Galerie Patricia Zewe, München, 2011
Galerie Kampl, München, 2009
Galerie Tai Yang Hong, Shanghai, 2009
Galerie Huber, München, 2007
Galerie der Kunstakademie München, 2006
Galerie Goethe 52, München, 2005
Neue Galerie Landshut, 2005
Aspekte Galerie Gasteig, München, 2002
Galerie Tanit, München, 2001

 

Peter Dorn

Malerei, Grafik, Installation

Peter Dorn; Foto: Wolf Erdel

Peter Dorn hinterfragt gesellschaftlich akzeptierte Konventionen, stellt Dinge in einen veränderten Kontext, ermöglicht ihnen eine andere Bedeutung anzunehmen. Peter Dorns Arbeiten sind ein intelligenter und ästhetisch reizvoller Zusammenschluss der Systeme Alltag und Kunst.

Zusammen mit Dipl. Ing. Manfred Kitzel vermaß Peter Dorn im Januar 2016 einen ebenerdigen Ladenraum in der Gesandtenstraße 16 in Regensburg, in dem 33 Jahre lang eine Galerie betrieben wurde. Diese Unternehmung dokumentierte Peter Habermeier.

Die Aktion wird in Form eines Objektkastens gezeigt. Dieser Objektkasten dokumentiert zweiteilig die Kunstaktion in ihrer Motivation und in ihrer Ausführung. Das Werk existiert in einer Auflage von 5 Exemplaren.

Arbeiten in der Galerie artspace Erdel: Das magische Viereck

Objektkasten
Holz, weiß gestrichen, 17,70 x 37 x 3 cm, DVD (34 min.)
360 Euro

Peter Dorn im Artspace Erdel

Peter Dorn im Artspace Erdel

Peter Dorn im Artspace Erdel


Modell der Stele im Maßstab 1:10
in Sammlerbesitz

Peter Dorn im Artspace Erdel

Fotos: Wolf Erdel

Frieda Korda

Computer Arts and Design, Photography, Interactive Media,
Performance, Sound Art, Textiles

Frieda Korda: Sigar Lady Fotocollage

Frieda Kuterna arbeitet als Model und Kostümdesignerin in Belgien und in den Niederlanden. Seit 2007 ist sie in Second Life als Fotografin aktiv. Das Sujet ihrer Fotocollagen ist ihr Avatar Frieda Korda. Der Fokus liegt auf der Bewegung, dem Ausdruck, dem erzählerischen Moment eines Bildes.

Frieda Kordas Leben findet im Privaten wie im Beruflichen gleichermaßen im virtuellen und physischen Raum statt. Eingebettet in diese Art von Virealität nimmt Frieda Korda sehr sensibel die fundamentalen Veränderungen wahr, die mit der Digitalisierung einhergehen. Unsere physische Welt wird immer weniger fest werden. Unsere virtuelle Welt wird immer be-greifbarer werden. Unsere Koexistenz im Cyberspace wird uns zur zweiten Natur werden.

Arbeiten im Artspace Erdel: Das magische Viereck

Fotocollagen aus den Jahren 2008 und 2010
Lambda-Print auf Alu-Dibond-Platte, 35 x 50 cm
900 Euro

Frieda Korda Fotocollage 

Frieda Korda Fotocollage

 

Frieda Korda: Fotocollage

 

Frieda Korda: Fotcollage

 

Max D. Well – Chris Wittkowsky – Johannes Riedmann

media * art * work * since 1993

pomodoro-bolzano-medienkunst

Pioniere der Medienkunst. 2007, bei der Eröffnung ihrer großen Retrospektive in der städtischen Galerie Leerer Beutel, bezeichnete der damalige Leiter Dr. Herbert Schneidler ihre Kunst noch als „völliges Neuland“ und Jürgen Huber hob in seiner Eröffnungsrede die zukünftige Bedeutung der Medienkunst besonders hervor.

Das Multiple p.b.ring entstand 1997 in einer Auflage von zehn Stück. Sechs davon befinden sich in Privatbesitz. Zwei Arbeiten sind unverkäuflich. p.b.ring wurde von Max D. Well und Chris Wittkowsky entworfen.

In den fast 20 Jahren ist p.b.ring durch viele Hände gegangen. Das Kunstwerk reiste rund um den Globus, war u.a. auf dem Ars Electronica Festival in Linz ausgestellt, regte Künstler an, ihrerseits damit weiter zu arbeiten und stieß immer wieder neue Gespräche über das grundlegendste Thema der Verständigung zwischen den Menschen an.

Arbeiten in der Galerie artspace Erdel: Das magische Viereck

p.b.ring Nr. 6/10, 1997
Japanische Box 29 x 19 x 19 cm
Muschel, Ahorn, Birnenholz, Kupfer, Leder, Schaumstoff
4600 Euro

Pomodoro Bolzano p.b.ring 1997

Mehr Informationen und Details über p.b.ring: erdel-shop.de

Wolf Erdel

Galerist, Verleger, Datenspezialist

Wolf Erdel; Foto: Antonia Kienberger

Mit zwei Installationen und einem objet trouvé spricht Wolf Erdel die Themenfelder Abgrenzung, Augenblick und den Weg des Werkes in der Zeit an. Die beiden Installationen umkreisen den Lebenslauf einer Bildschöpfung. Sie sind eine Assemblage aus Arbeitsmittel, dem Werk und einer Darstellung seines Wandels.

Das objet trouvé interpretiert das Thema der Ausstellung (das Viereck) in einem Tryptichon seiner realen Erscheinungen, die aus verschiedenen Blickwinkeln und in je andersartiger Darstellung stets das gleiche Sujet umrahmen.

Wolf Erdels Absicht ist es, seine Wahrnehmung um die mit ihr verbundenen unendlich vielen Erlebnis-Schichten zu erweitern.

Künstler im artspace Erdel & Schaulager

Öffnungszeiten

Donnerstag und Freitag: 11- 17 Uhr 
Samstag: 11-15 Uhr und nach Vereinbarung

18. September 2021: 18-23 Uhr

Kontakt: 0941 - 70 21 94 und
Mobil 0170 - 31 80 748

Mail: wolf@erdel.de

Skype: wolf.erdel

Besuchen Sie auch unseren Kunst-Shop www.erdel-shop.de

Käufe und Lieferungen kontaktfrei möglich.

Click & Collect über unseren online-shop. Abholort: Schaulager, Am Schallern 4 nach Terminabsprache.

 

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