Dirk Streitenfeld: Dichterin

Dirk Streitenfeld: Der Dichter und die Dichterin
Öl auf Leinwand, 60 x 90 cm, 2016.

“Be always drunken.
Nothing else matters:
that is the only question.
If you would not feel
the horrible burden of Time
weighing on your shoulders
and crushing you to the earth,
be drunken continually.

Drunken with what?
With wine, with poetry, or with virtue, as you will.
But be drunken.

And if sometimes,
on the stairs of a palace,
or on the green side of a ditch,
or in the dreary solitude of your own room,
you should awaken
and the drunkenness be half or wholly slipped away from you,
ask of the wind,
or of the wave,
or of the star,
or of the bird,
or of the clock,
of whatever flies,
or sighs,
or rocks,
or sings,
or speaks,
ask what hour it is;
and the wind,
wave,
star,
bird,
clock will answer you:
"It is the hour to be drunken!”
― Charles Baudelaire, Paris Spleen


Öffnungszeiten

Mittwoch bis Freitag: 11- 17 Uhr 
Samstag: 11-15 Uhr und nach Vereinbarung

Kontakt: 0941 - 70 21 94 und
Mobil 0170 - 31 80 748

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Kunstwerk im Fokus

Volker Pfüller: Szene aus "Der zerbrochene Krug" 2006, Kreide, Acryl, 39 cm x 31 cm

"Die Linien des Lebens sind verschieden /
Wie Wege sind, und wie der Berge Grenzen."

Das Publikum beurteilte Kleists Stück "Der zerbrochene Krug" nach der Uraufführung am Weimarer Hoftheater am 2. März 1808 als abgeschmackt und langweilig. Da half es auch nichts dass Goethe höchstselbst Regie führte. Heinrich von Kleist war gar nicht erst anwesend. Die zahlreichen Misserfolge hatten sein Selbstbeswusstsein nachhaltig angekratzt. Goethe waren schon bei der Lektüre Zweifel über den Erfolg des Stücks beim Publikum gekommen, doch tat er sein möglichstes, um das Stück dem Publikum näher zu bringen. "'Der zerbrochene Krug' hat außerordentliche Verdienste, und die ganze Darstellung dringt sich mit gewaltsamer Gegenwart auf. Nur schade, dass das Stück auch wieder dem unsichtbaren Theater angehört."

Mit dem "unsichtbaren Theater" meinte Goethe die dramaturgische Form des Enthüllungsdramas, in dem nach und nach ein vergangenes Geschehen ans Licht kommt. Das Vorbild dafür war "König Ödipus" von Sophokles - auch für Kleist, denn nicht zufällig hat sein Dorfrichter einen Klumpfuß wie Ödipus und ermittelt wie dieser gegen sich selbst. Aber im Unterschied zum Helden der antiken Tragödie weiß Adam genau, dass er der Schuldige ist. Seine Versuche, den Hals aus der Schlinge zu ziehen, machen ihn zur komischen Figur und ist von vielen großen Charakterdarstellern gespielt worden. Heute ist das Stück keineswegs mehr 'unsichtbar', sondern gehört zu den meistgespieltesten Stücken.

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