Zhao Bin: Lobin Kohl II

Zhao Bin im Dr. Erdel Verlag

Zhao Bin:  Lobin Kohl II

Öl auf Leinwand, 90 x 130 cm, 2015

Die Bilderserie "Lobin Kohl" ist ein neuer Schritt in der künstlerischen Entwicklung des chinesischen Künstlers Zhao Bin. Sie entstand während seines mehrmonatigen Aufenthalts in München im Jahr 2015. Zhao Bin arbeitet fast immer in Bilderserien. Er durchdringt ein Thema in mehreren Arbeiten, identisch im Format, ähnlich im Bildaufbau, harmonisch in der Farbpalette.

Mit dem Bildmotiv knüpft Zhao Bin an frühere Arbeiten an. Immer wieder eruiert er den kulturellen Austausch zwischen dem europäischen Abendland und seiner Heimat China. In dieser Serie konzentriert sich Zhao Bin auf die Oberflächlichkeit des interkulturellen Dialogs. Lediglich die Hüllen der Dinge dringen in den chinesischen Lebensraum ein. Gleich Statussymbolen für gehobenen Lifestyle. Die Protagonisten bleiben farblos. Ebenso die Bibliothek mit der Zurschaustellung einer elitären Beschäftigung mit der Kunst. Im starken Kontrast hierzu stehen der farbkräftige Gummibaum und die blutrote Zunge des Schoßhündchens.

Das Unverhältnis der Perspektive der chinesischen Gesellschaft auf die westliche Kultur findet seinen Widerhall im Bildaufbau. Das Interieur ist verzerrt. Es gibt keinen festen Standpunkt mehr, von dem aus die einzelnen Komponenten betrachtet werden könnten.

Weitere Arbeiten von Zhao Bin bei uns im Kunstshop: www.erdel-shop.de


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Kunstwerk im Fokus

Volker Pfüller Theaterarbeit

Volker Pfüller: Samuel Beckett

Teil der Mappe Tante Teste. Insgesamt 16 Grafiken, die von manuellen Farbauszügen im Siebdruck auf Fabriano Rosaspina 285g gedruckt wurden. Die einzelnen Motive sind zwei- bis vierfarbig. Die Auflage beträgt 70 Exemplare, die vom Autor im November 2014 handsigniert und nummeriert wurden.

Format: 22,5 x 33 cm. 350 Euro

Mehr Informationen: www.erdel-shop.de

Sein Gesicht gehört zu den Ikonen des 20. Jahrhunderts. Hager, zerfurcht, asketisch. Dieser Raubvogelblick. Jede Farbe scheint darin zu sein, vorausgesetzt, sie ist grau.

Er rauchte und trank exzessiv, Depressionen gehörten zu seinem charakterlichen Grundgerüst - einsam war er aber nicht. Als Samuel Beckett 1969 den Literaturnobelpreis bekam, verschenkte er das Geld an Freunde.

Er boxte, spielte Tennis, Kricket und Golf und fuhr leidenschaftlich gern Motorrad und schätzte die Bars und Kneipen von Paris genauso wie die Theater. Becketts Welt ist radikal diesseitig, in ihr zählt nur eines: "Immer versucht, immer gescheitert, egal, versuch' es wieder, scheitere erneut, scheitere besser."

Ruth Fühner: "Karfreitagskind aus Dublin" in: Deutschlandfunk, 22.12.2014

 

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