Zhao Bin: Lobin Kohl II

Zhao Bin im Dr. Erdel Verlag

Zhao Bin:  Lobin Kohl II

Öl auf Leinwand, 90 x 130 cm, 2015

Die Bilderserie "Lobin Kohl" ist ein neuer Schritt in der künstlerischen Entwicklung des chinesischen Künstlers Zhao Bin. Sie entstand während seines mehrmonatigen Aufenthalts in München im Jahr 2015. Zhao Bin arbeitet fast immer in Bilderserien. Er durchdringt ein Thema in mehreren Arbeiten, identisch im Format, ähnlich im Bildaufbau, harmonisch in der Farbpalette.

Mit dem Bildmotiv knüpft Zhao Bin an frühere Arbeiten an. Immer wieder eruiert er den kulturellen Austausch zwischen dem europäischen Abendland und seiner Heimat China. In dieser Serie konzentriert sich Zhao Bin auf die Oberflächlichkeit des interkulturellen Dialogs. Lediglich die Hüllen der Dinge dringen in den chinesischen Lebensraum ein. Gleich Statussymbolen für gehobenen Lifestyle. Die Protagonisten bleiben farblos. Ebenso die Bibliothek mit der Zurschaustellung einer elitären Beschäftigung mit der Kunst. Im starken Kontrast hierzu stehen der farbkräftige Gummibaum und die blutrote Zunge des Schoßhündchens.

Das Unverhältnis der Perspektive der chinesischen Gesellschaft auf die westliche Kultur findet seinen Widerhall im Bildaufbau. Das Interieur ist verzerrt. Es gibt keinen festen Standpunkt mehr, von dem aus die einzelnen Komponenten betrachtet werden könnten.

Weitere Arbeiten von Zhao Bin bei uns im Kunstshop: www.erdel-shop.de


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Kunstwerk im Fokus

Ludwig Gebhard: Trio, Farblinolschnitt, 1997, B. 70 x 50 cm, D. 42 x 30 cm

Ein akrobatisches Trio ist auf diesem Blatt vor blauem Hintergrund versammelt. Meist ist auf Gebhards Arbeiten nur eine isolierte Person oder ein Paar zu sehen, vielfigurige Kompositionen sind nicht seine Sache.

Trio vereint wie "Paar in Gelb" und "Paar 94" eine Reihe von Gegensätzen in sich: die hoch aufgerichtete Vertikale des Mannes und die sich in waagrechter Position befindenden beiden Frauen; Stehen und Bücken; nach oben und nach unten ausgreifender Arm.

Die inhaltliche Deutung der anonymen Gruppe bleibt offen. Von Zirkusakrobaten (ein Hinweis könnte die strahlende Farbigkeit sein) bis zu einer Entführungsszene ist der Phantasie des Betrachters Raum gelassen. Auch eine Reminiszenz an die barocke Kunst könnte enthalten sein, erinnern doch die Frauenkörper an die komplexe Anordnung der nackten Frauenleiber in Rubens "Raub der Töchter des Leukippos".

(Text: Luise Finger (Auszug): Ludwig Gebhard - Linolschnitte und Radierungen, 2007, Dr. Erdel Verlag)

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