Zhao Bin: Lobin Kohl I

Zhao Bin beim Dr. Erdel Verlag

Zhao Bin: Lobin Kohl I

Öl auf Leinwand, 90 x 130 cm, 2015

Die Bilderserie "Lobin Kohl" ist ein neuer Schritt in der künstlerischen Entwicklung des chinesischen Künstlers Zhao Bin. Der abgeschlossene Werkzyklus besteht aus zwei Tafelbildern und drei auf Holz gearbeiteten Bildern.

Das Sujet ist neu im Schaffen Zhao Bins. Es taucht 2015 erstmals auf und ist bisher einmalig. Auch die Farbpalette ist völlig gewandelt. Nahezu monochromatisches Grau im Dialog mit gedecktem Grün und im Kontrast zum alarmierenden Rot.

Neu ist auch, dass Zhao Bin erstmals das Bildmotiv nicht vollständig ausarbeitet. Die grundierte Leinwand wird ebenfalls als Gestaltungsmittel für das Bildmotiv eingesetzt. Auf zweierlei Arten: Einmal äquivalent zur mit Öl gearbeiteten Bildfläche und einmal im Gegensatz dazu:  Als Grundlage für eine Skizze, die aber nicht weiter ausgearbeitet wird. Die grundierte Leinwand bleibt als signifikante Leerstelle im Bild.

Im Bildaufbau kombiniert Zhao Bin verschiedene Wahrnehmungsmodi. Das zu begutachtende Bauteil aus Metall ist in realistischer Manier gearbeitet. Die Körper der Menschen sind konturlos. Sie lösen sich in ihren weißen Laborkitteln gleichsam auf und sind nur noch in ihrem Umriss als Gruppe erkennbar. In ihren Gesichtern sind sie noch  als Individuen erkennbar, jedoch reduziert auf den Typus, markant in Szene gesetzt durch den ebenfalls uniformen Sicherheitshelm.

Das Werksgelände im hinteren Bildteil ist in der Form reduziert, wie man es von der Marke Playmobil her kennt. Weiche Formen, aus einem Stück gegossen. Die Architektur erinnert an die marxistischen Bauten und den groß dimensionierten Industriemaschinen haftet ein fast historisch, wenn nicht sogar, aufgrund ihrer Farb- und Formgebung, ein Spielzeugcharakter an.

Mit dieser Arbeit setzt Zhao Bin einen völlig neuen Akzent.

Weitere Arbeiten von Zhao Bin bei uns im Kunstshop: www.erdel-shop.de


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Kunstwerk im Fokus

 Juan Fernando de Laiglesia - El archipielago de Edgar Morin

Juan Fernando de Laiglesia: Das Archipel des Edgar Morin

Installation auf sechs beweglichen Paneelen
Mixed Media, 184 x 213 cm
Aus der Serie 4 Elemente: Die Struktur des Planeten
Element Erde
Horizonal und vertikal plazierbar.
Einzelstück auf Anfrage

ERDE = INSELN DIE SICH BEWEGEN
“Die Erde ist ein Archipel von sich bewegenden tektonischen Platten...
“Die Menschen zeichnen ihre Spuren von Kontinent zu Kontinent..
“Manchmal können sie weitergehen... manchmal fallen sie in einen Abgrund…”

Leitmotiv für diese Arbeit "Das Archipel des Edgar Morin" von Juan Fernando de Laiglesia ist das Zitat von Edgar Morin: "Die Erkenntnis ist wie Navigieren auf einem Ozean der Unsicherheit mit kleinen Eilanden der Gewissheit."

Die Steine auf den Rolltafeln symbolisieren die Inseln der Gewissheiten, die nach dem Zufallsprinzip um ein Bild der Unsicherheit angeordnet sind. Man könnte sie aber auch so anordnen, dass sich die einzelnen Rolltafeln harmonisch aneinander anschließen.

Edgar Morin, Philosoph und emeritierter Direktor des »Centre national de la recherche scientifique« (CNRS), ist ein engagierter Verfechter der europäischen Idee. In der Vielfalt der europäischen Denkgeschichte liegt das Potenzial einer zweiten Renaissance und einer weltweiten Kultur der Differenz.

In seinen philosophischen Hauptwerk "Die Natur der Natur" (1977) wendet sich Morin dezidiert gegen das Paradigma der Vereinfachung und des linear kausalen Determinismus und plädiert für die Anerkennung der Komplexität aller Natur- und Lebensbereiche.

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