Avantgardekunst in der DDR

Pop Art statt Arbeiter- und Bauernromantik

Der Künstler Hans Ticha, Jahrgang 1940, malte diese und andere Bilder für sich und stellte sie vorsorglich mit dem Gesicht zur Wand. Sie durften das Berliner Atelier verlassen, zumindest nicht vor dem Fall der Mauer. Eine Selbstvergewisserung und zugleich ein stiller Protest im Land der grauen Funktionäre und hochtrabenden Vorgaben an die Kunst. Hans Ticha steht für die frechen, eigenwilligen, auch kritischen Gegenwelten.

Aus Sicht der DDR-Oberen wie auch der mit vielen Medaillen dekorierten Staatsmaler war diese Kunst der böse Untergrund, für Künstler wie Ticha dagegen der einzig denkbare ästhetische Weg. Am Beispiel dieser und anderer Biographien erzählt Niels Beintker eine Geschichte der anderen Kunst im Sozialismus, eine Geschichte der malenden, zeichnenden, druckenden Rebellen.

Sendung Nachtstudio, Dienstag, 23.5. | 20:03 Uhr | Bayern 2
Podcast

Chris Dercon über neue Darstellungsformen am Theater

Startschuss mit Samuel Beckett

Die Volksbühne sei international  "omnipräsent" und stehe für die "Spannungen und Widersprüchlichkeiten", die typisch seien für Berlin. Gleichzeitig sei das Theater bekannt für "eine gewisse Freiheit" und "Experimentierfreudigkeit", sagt Dercon – und verweist auf Inszenierungen der Regisseure Frank Castorf und Christoph Schlingensief. Die internationale Ausstrahlung der Volksbühne sei immer immens gewesen.

Zudem sei die Volksbühne ein Theater, "wo man über neue Darstellungsformen" nachdenken könne. Er wünsche sich, dass unterschiedliche Sparten "aufeinander reagieren, etwas miteinander tun" – und darüber nachdenken würden: "Wo geht die darstellende Kunst hin." Diesbezüglich sei die Volksbühne ein "perfekter Humusboden". Schließlich habe die Volksbühne immer neue Regieformen ausprobiert. "Und wir wollen das weiterentwickeln."

Die Spielzeit im großen Haus am Rosa-Luxemburg-Platz beginnt mit drei Einaktern von Samuel Beckett.

Links

Experimente, Tanz und Film für die "Volksbühne Berlin"

Wir sind das Sprech-Denk-Theater

Räumungsverkauf Galerie Walu

Die Galerie Walu in Zürich (wir berichteten an dieser Stelle schon mehrfach über Walu - fine african art) ist sicher eine der wichtigsten Gelerien für Afrikanische Kunst. Nun steht dort ein Umzug ins Haus und damit verbunden ein weitgehender Räumungsverkauf. Hierzu erreicht uns heute eine Mitteilung des Galeristen Jean David, die wir nachfolgend weitergeben. Das könnte für Freunde hochwertiger Grund genug für einen Frühjahrsausflug nach Zürich sein, um in dieser Jahreszeit Kunst- und Lebensgenuß auf das Schönste zu verbinden und vielleicht auch ein Schnäppchen nach Hause zu bringen. Hier der Inhalt der Mitteilung:


Liebe Freunde der Galerie
Sie haben in letzter Zeit wenig von uns gehört, obwohl oder gerade weil sich viel ereignet hat.
Hier also das Wichtigste in Kürze: die Gründer der Galerie, meine Eltern Denise und René David, sind in den Jahren 2011 und 2015 verstorben, und ich habe mich von meiner Frau Jane getrennt.
Diese einschneidenden Ereignisse sind verständlicherweise nicht ohne Spuren geblieben, und die Galerie Walu war deshalb vorübergehend wenig aktiv.
Das 2016 vorläufig bezogene Lagerhaus an der Baslerstrasse in Zürich wird demnächst abgerissen, und es steht damit gezwungenermassen erneut ein Umzug vor der Tür. Im Juli werden wir die Galerie an einem neuem Ort wiedereröffnen; mehr dazu in Kürze.
Aus diesen Gründen liquidiert die Galerie Walu den grössten Teil des Lagers.
Zum Verkauf stehen ab sofort über 1'000 Objekte, Schätze aus den letzten 30 Jahren, vom Goldgewicht über Schmuck, Stühle, Liegen, Masken, Instrumente, Prunk-Waffen, Figuren, Terrakotten und Textilien bis hin zur begleitenden Literatur.
Dies wird der grösste Lager-Verkauf Afrikanischer Kunst, den wir je durchgeführt haben. Verpassen Sie diese Gelegenheit auf keinen Fall.
Ich freue mich auf Ihren baldmöglichsten Besuch und verbleibe bis dahin mit herzlichen Grüssen,
Jean David

© 2017 Galerie Walu | Baslerstrasse 71 | 8048 Zürich
Phone: +41 44 280 20 00 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Zhao Bin: weiter gehen 2016

Alle ausgestellten Arbeiten im Überblick: Klick

Rotraut Susanne Berner erhält Hans Christian Andersen Award

Am 20. August 2016 wurde im Rahmen des 35. Kongresses des International Board on Books for Young People (IBBY) in Auckland/Neuseeland der Hans Christian Andersen Award verliehen.

Die deutsche Illustratorin Rotraut Susanne Berner und der chinesische Autor Cao Wenxuan wurden als diesjährige Preisträger geehrt.

Interesse an Originalgrafiken von Rotraut Susanne Berner? Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!oder Termin vereinbaren: 0941 / 70 21 94.

Der Hans Christian Andersen Award ist die renommierteste internationale Auszeichnung im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur und wird seit 1956 alle zwei Jahre von IBBY vergeben. Rotraut Susanne Berner ist nach Erich Kästner (1960), James Krüss (1968), Klaus Ensikat (1996), Wolf Erlbruch (2006) und Jutta Bauer (2010) die sechste deutsche Preisträgerin.

Die international besetzte Jury hatte die Illustratorin aus 57 Einsendungen ausgewählt und forderte: “Children all over the world deserve to be exposed to her brilliant, humane, rich, emotionally true and deeply engaging books.”

Herzlichen Glückwunsch!

Geschäftsschädigend!!! Stiftung Illustration verkauft Originale

Ja, natürlich, für Galeristen wie uns ist das geschäftsschädigend. Gebe ich ja zu. Aber weil das Angebot so verlockend ist, und weil wir die Arbeit der Stiftung so toll finden, verraten wir es jetzt hier doch: Die Stiftung Illustration verkauft Originale der Illustrationen von Ihren allerbesten Zeichnern. Also, wenn jemand unbedingt dort kaufen möchte: Hier ist der Link: http://stiftung-illustration.blogspot.de/p/blog-page.html . Der Verlag und Galerie Ihres Vertrauens freuen sich aber natürlich, wenn Sie dann wieder bei uns verbeischauen und nach Arbeiten, Künstlerplakaten usw. nachfragen, z.B. von Thomas Müller, Volker Pfüller oder Laurence Sartin! In diesem Sinn sei die Jagd nun eröffnet: Horrido!

Plakat: Thomas Müller

Sezessionskrieg!

Kurzmeldung: Im Wirtschaftsmagazin Brandeins findet sich ein lesenswerter Beitrag von Peter Weibl, Leiter des ZKM Karlsruhe. Wir wollen unsere verehrten Leser unbedingt auf diesen beachtenswerten Artikel hinweisen. Viel Genuß beim Lesen > hier gehts zum Artikel !

Bagatellgrenze für Künstler und Publizisten

"Kulturwirtschaftliche Unternehmen wie Galerien oder Verlage und Kultureinrichtungen wie Theater müssten diese Wohltat der Regierung ausbaden."

Das Arbeitsministerium wird in den nächsten Tagen einen "Entwurf eines Gesetzes zur Stabilisierung des Künstlersozialabgabesatzes" vorlegen. Der Gesetzentwurf soll am 30. April ins Kabinett eingebracht werden. Bestenfalls könnte der Deutsche Bundestag das neue Gesetz noch vor der Sommerpause verabschieden.

Durch das Gesetz soll die überfällige regelmäßige Prüfung der abgabepflichtigen Unternehmen durch die Deutsche Rentenversicherung gewährleistet werden. Weiterhin sieht das Gesetz dem Vernehmen nach die Einführung einer Bagatellgrenze vor. Aufträge an selbständige Künstler und Publizisten von bis zu 450 Euro im Jahr wären demnach künstlersozialabgabefrei.

Die Bagatellgrenze soll für die im Künstlersozialversicherungsgesetz als Eigenwerber bezeichneten Unternehmen sowie für die in der sogenannten Generalklausel zusammengefassten Unternehmen gelten. Unternehmen der Kulturwirtschaft wären davon ausgenommen. Da alle abgabepflichtigen Unternehmen 30% der Kosten der Künstlersozialversicherung aufbringen müssen, führt diese Entlastung automatisch zu Mehrbelastungen der kulturwirtschaftlichen Unternehmen.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: "Ein Pferdefuß des Entwurfes liegt aber in der Einführung einer Bagatellgrenze. "Kulturwirtschaftliche Unternehmen wie Galerien oder Verlage und Kultureinrichtungen wie Theater müssten diese Wohltat der Regierung ausbaden." Abgabegerechtigkeit sieht anders aus! Die Einführung der Bagatellgrenze darf nicht auf dem Rücken der Kulturwirtschaft und der Kultureinrichtungen ausgetragen werden. Meiner Meinung nach ist die Einführung einer Bagatellgrenze zwingend gebunden an die Erhöhung des Bundeszuschusses."

Gerechtigkeit bei der Künstlersozialabgabe

Der Deutsche Kulturrat nimmt Stellung. Aktuell u.a. zum im Koalitionsvertrag festgehaltenen Vorhaben, durch gesetzliche Maßnahmen für Abgabegerechtigkeit bei der Künstlersozialversicherung Sorge zu tragen.

Der Deutsche Kulturrat unterstützt ausdrücklich das Vorhaben der Bundesregierung, Abgabe- und Beitragsgerechtigkeit sind ein konstitutives Element des gesamten Sozialversicherungssystems, insofern sollte Abgabegerechtigkeit auch bei der Künstlersozialabgabe gewährleistet sein.

Zugleich sieht der Deutsche Kulturrat das Erfordernis, dass der Bund in stärkerem Maße für die Künstlersozialabgabeausfälle eintritt, die er politisch zu verantworten hat. Wenn der Bund bürgerschaftlichen Vereinen Vergünstigungen gewährt, muss sichergestellt werden, dass die entstehenden Ausfälle nicht von den anderen Abgabepflichtigen geschultert werden müssen.

Bei der Einführung einer Lebensleistungsrente muss den besonderen Belangen der in der Künstlersozialversicherung versicherten selbständigen Künstlern und Publizisten Rechnung getragen werden.

Ebenso gilt es, die Verbreitung im digitalen Umfeld stärker in den Blick zu nehmen. Hier zeichnet sich ab, dass die Selbstvermarktung künstlerischer Dienstleistungen und Werke an Bedeutung gewinnen. Daraus folgt, dass weniger Künstlersozialabgabe anfällt, da es bei Selbstvermarktungen keinen Abgabeschuldner gibt. Auch für diese Einnahmelücke müsste der Bund mit einem höheren Bundeszuschuss einstehen.

Honorarzahlungen an Künstler machen einen erheblichen Etatposten bei Kultureinrichtungen und Unternehmen der Kulturwirtschaft aus. Für sie ist daher die Planungssicherheit hinsichtlich der Künstlersozialabgabe ein wichtiger Faktor. Der Deutsche Kulturrat schlägt vor, dass die Verwerter die Künstlersozialabgabe nach einem festen, für die Abgabepflichtigen finanzierbaren Abgabesatz entrichten. Dieser Abgabesatz wird für einen mittelfristigen Zeitraum festgelegt und verändert sich innerhalb dieses Zeitraums nur unter Berücksichtigung der allgemeinen Sozialabgabesätze. Die daraus resultierende Abgabe wird durch einen Bundeszuschuss auf 50% der Beitragsausgaben der Künstlersozialkasse aufgefüllt und darf nicht unter die Höhe sinken, die den vom Bundesverfassungsgericht in der Entscheidung vom 08.04.1987 dargestellten Anforderungen entspricht.

Die Stellungnahme des Deutschen Kulturrates in ungekürzter Fassung finden Sie hier.

Stiftung Illustration

Nun mit eigenem Blog

blog stiftung illustration

(Quelle: Stiftung Illustration)

Seit einigen Tagen ist das blog der Stiftung Illustration freigeschaltet. Dort stellt sich die Stiftung in lockerer Form vor, freut sich über Zusendungen, Kommentare und links aus der Welt der Illustration. In regelmäßigen Abständen wird das "Gesicht" der Stiftung gezeigt: Menschen, die für die Stiftung arbeiten, sich mit ihr identifizieren, mit ihr sympathisieren, oder sie einfach nur unterstützen wollen, stellen sich mit einem Fragebogen und ihrem Foto vor.

Darüber hinaus informiert die Stiftung über den Fortschritt des von ihr herausgegebenen Lexikons der Illustration (LdI), über eigene und andere workshops, über Wettbewerbe, Preise und Ausstellungen, über interessante Publikationen, Bücher und Messen und verlinkt sich mit allen Institutionen, die sich im weitesten Sinne mit der schönen Kunst der Illustration beschäftigen.

Die Stiftung Illustration wurde 2005 in Troisdorf gegründet und ist dort an das Bilderbuchmuseum angegliedert. Dem Kuratorium steht Dr. Maria Linsmann-Dege vor, das Fachkuratorium setzt sich zusammen aus aus Jutta Bauer, Rotraut Susanne Berner (Nachfolge von Armin Abmeier), Dr. Mareile Oetken und Sarah Wildeisen.

Link: http://stiftung-illustration.blogspot.de/

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