J.F. de Laiglesia: Kepler Zyklus - Nr.9, 2009, 24 x 29 cm, Mischtechnik auf kaschierter Schaumstoffplatte, Applikation

400 Monde lautete der Titel der Ausstellung die 2009 in der Galerie am Fischmarkt gezeigt wurde - aber nach etwa 60 Monden und dem "symbolischen Teleskop" entschied der Künstler, daß die Ausstellung vollendet sei.

Und vollendet war die Ausstellung im besten Sinn des Wortes, denn die farbenprächtigen, zum Teil irisierend schimmernden Objekte verwandelten die östliche Galeriewand in einen Himmel voller geheimnisvoller Sterne - geheimnisvoll wie jede Schönheit sein muß, damit sie nicht in Besitz genommen werden kann und als Versprechen immer Ziel bleibt - Ziel und Richtung wie die Sterne, die dem Flieger Saint-Exupery nachts auf seinen Postflügen als Orientierung dienten, obwohl oder gerade weil sie nie erreichbar waren.

Als es nach der Hängung und dem Abschalten der Galerielampen dunkel wurde in der Galerie kam die zweite Überraschung: Jetzt, im schwachen Licht, zur Stunde der Astronomen, verwandelten sich die Bilder unter unseren Augen zu plastischen Objekten, kamen kugelig-räumlich hervor und zeigten sich in ganz verändertem Aussehen. Es war Juan Fernando de Laiglesia gelungen, den Zauber der Sterne wenigstens für die kurze Zeit der Ausstellung in der Galerie bannen. (w.e.)

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Samstag: 11-15 Uhr und nach Vereinbarung

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Mobil 0170 - 31 80 748

Mail: wolf@erdel.de

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Kunstwerk im Fokus

Frank Zucht beim Dr. Erdel Verlag

Frank Zucht: Drachenträger

Acryl auf Nessel, 60 x 80 cm, 2005

Offen, kraftvoll, entschlossen.

"Drachenträger" ist eine kleine, sehr ausdrucksstarke Arbeit des Berliner Künstlers Frank Zucht. Sie steht paradigmatisch für sein Schaffen.

Frank Zuchts Bilderwelten sind gekennzeichnet von einer archaischen Bildsprache. Die Körper der Figuren sind massiv, wenig konturiert, stämmig und kräftig. Charakteristisch für Frank Zuchts Bilderwelten sind Tiere. Sehr häufig gehen Mensch und Tier eine starke Verbindung ein .Beide Körper sind eng miteinander verschlungen, so dass daraus nahezu Mischwesen entstehen.

Die räumliche Perspektive wird zugunsten einer starken Strukturgebung des Hintergrundes aufgegeben. Die emblematische figurative Darstellung tritt in Spannung zum mehrschichtigem Farbauftrag des abstrakten Hintergrunds. In dieser Arbeit ist auch der Körper des Tieres von mehreren Farbauträgen stark strukturiert. Die Komposition lebt von der Dynamik der Farbpalette und den verschiedenen Schichtungen des Farbauftrags.

Frank Zucht studierte sieben Jahre bei Horst Antes. Während seines mehrjährigen Studienaufenthalts in Australien beschäftigte er sich intensiv mit der Kultur der Aborigines. Längere Reisen nach Mexiko und auf die kanarischen Inseln prägen seine besondere Bildsprache sowie die Farbpalette.

Mehr Informationen und Detailansichten: http://erdel-shop.de/fz_drachentraeger

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