Barbara Muhr: Ophelia

Barbara Muhr: Ophelia
Mischtechnik auf Leinwand, 160 x 90 cm, 2024

"In allererster Linie pflegt Barbara Muhr Malerei pur mit einigen Ausflügen in grafische Techniken wie Siebdruck, Radierung oder Cyanotypie. Die Künstlerin kombiniert in ihren Mischtechniken aus Acryl- und Ölfarben, Kreiden und oftmals auch Klebebändern naturalistische Malerei mit gestischer Abstraktion. Die in der Regel sehr großflächigen Bilder zeigen eine Malerei mit hoher Qualität, in der flächige Farbfelder oft gepaart mit spontan gesetzten, flotten zeichnerischen band- und linienartigen Elementen hinführen zu farblich verdichteten, realistisch ausformulierten Portraits. Diese Zusammenführung freier Malerei und der genauen, zuweilen schon fotorealistischen Darstellung von Kopf und Gesicht ist ein neu zu entdeckendes Stilmittel in der zeitgenössischen Malerei."

Begründung der Jury zum Kunstpreis der Dr. Franz und Astrid Ritter Stifung 2024


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Kunstwerk im Fokus

Ornella Reni: Olimpiadi

Ornella Reni: Olimpiadi

Zeremonie ist Spiel.
Zeremonie ist Theater.
Zeremonie ist Geheimnis.
Zeremonie ist Ordnung und Überschreitung.
Zeremonie ist Gesetz, Form und Rhythmus.
Zeremonie ist sakral und profan.
Zeremonien brauchen ein Publikum, sind angelegt auf öffentliche Wirkung.
Zeremonien werden inszeniert zur Reproduktion einer Kult(ur)gemeinschaft.
Zeremonielle Darstellungen funktionieren optimal, wenn bei den Teilnehmern das Bewusstsein, einem theatralischen Akt beizuwohnen, ausgelöscht wird. Die distanzierte Position des Zuschauers wird aufgegeben und eine Aura der Faszination stellt sich ein. Die Wahrnehmungsfähigkeit der Zuschauer, nein nun Beteiligten, steigert und verringert sich gleichermaßen. Gibt es einen archimedischen Punkt bei der Zeremonie?
Zeremonie ist Magie.
Zeremonie ist Gewalt.

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