Peter Dorn: Vermessung

Peter Dorn Objektkasten Vermessung

Peter Dorn: Vermessung

Objektkasten, 2016, Auflage 5 Stück
Holz, weiß gestrichen, 17,70 x 37 x 3 cm, DVD (34 min.)

Ende Januar 2016 vermisst Peter Dorn zusammen mit Dipl. Ing. Manfred Kitzel einen ebenerdigen Ladenraum mitten im Herzen von Regensburg. 33 Jahre war in der Gesandtenstraße 16 eine Galerie beheimatet. Über drei Dekaden war dort ein Zentrum der ostbayerischen Kunst- und Kulturgeschichte.

Dieser einst zentrale Ort wird zum weißen Fleck. Zum Niemandsland. Zum non-lieux (Marc Augé). Der feste Bestandteil des Regensburger Kulturlebens ist gelöscht. Er existiert nur noch im Gedächtnis der Künstler und Sammler. Bald wird dort ein neues Geschäft eröffnen und eine andere Geschichte schreiben.

Peter Habermeier dokumentierte die Aktion in einem 34-minütigem Video. Der Objektkasten dokumentiert zweiteilig die Kunstaktion in ihrer Motivation und in ihrer Ausführung.

Der Ort hat eine Form der Archivierung gefunden. Ob die Bedeutung des Ortes für Regensburg Eingang in das kulturelle Gedächtnis der Stadt Regensburg findet, wird die Geschichte weisen.

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Kunstwerk im Fokus

Barbara Muhr: They paid me for your address
Mischtechnik auf Leinwand, 140 x 100 cm, 2025

"Die Arbeiten sind ausschließlich figürlich, wobei ich eine Verschränkung von veristischen Figurendarstellungen mit Porträtcharakter und geometrisch-abstrahierenden, flächigen Umräumen anstrebe, um eine reizvolle Widersprüchlichkeit von Plastizität und Flächigkeit zu erzeugen. Ich versuche, die Möglichkeiten der Medien Acryl, Kreide und Ölfarbe auszureizen. Das Wie steht dabei über dem Was und die Befriedigung der Augenlust soll primär aus der Bandbreite der Farbaufträge gewonnen werden. Ich strebe an, dass die Malerei selbst als sinnlich und appetitlich wahrgenommen wird. Zentrales Motiv ist der direkte Blick zum Betrachter, der zwischen Verführung und Anklage die Grenzen zwischen Selbstinszenierung und Ausbeutung verschwimmen lässt. Die Motive führen oft traditionelle Themen der Kunstgeschichte wie das Zusammenspiel der Gegensätze von Tod und Eros fort. Durch die Wiederaufnahme traditioneller Darstellungsmodi im Porträt mit zeitgenössischen Modellen wird die Ernsthaftigkeit der Inszenierungen infrage gestellt. Das Spiel mit Ironie und ernst gemeintem Pathos ist grundlegendes Movens meiner Kunst." Barbara Muhr

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