Juan F. de Laiglesia: Perrito performer

Juan F. de Laiglesia: Perrito performer

"Canis absconditus" (der Hund hat sich davongemacht) war im Frühjahr 2007 der Titel einer Aktion von Juan Fernado de Laiglesia, die darin bestand, Hundebilder in Kinoplakaten zu erkennen. Die Plakate wurden in der Reihenfolge ihres Eintreffens in der Galerie fixiert (linker Hand), Formen von "MPC" (Muestrarios Prototipos Caninos - katalogartige Muster von Eckzähnen) waren rechter Hand.

Man bedenke: Eckzähne sind sicher ein wichtiges Erkennungs- (und Erinnerungs-) Merkmal für einen Hund! Nun - im weiteren Verlauf werden die gefundenen Formen direkt auf den Plakaten mit Acrylfarben herausgearbeitet - dabei entstehen neben Hunden natürlich auch noch ganz andere Wesen. Es wäre nicht Juan Fernando de Laiglesia, wenn diese visuellen Konstruktionen nicht auch gleich zu realen Neuschöpfungen skulpturaler Art weiterverarbeitet würden.

So entsteht eine Serie von Hunden (Perros) die typische Merkmale seiner Arbeit tragen: Einfache Zerlegbarkeit und damit Mobilität - Leichtigkeit, Klarheit und das Angebot an den Rezipienten, das Spiel mit diesen Formen nun selbst mental weiterzuführen. Der Perrito Performer (kleiner Zirkushund) fordert wie ein lebendiger Hund zum Spiel auf - und entstand im Spiel als Performance anlässlich der Ausstellungseröffnung in der Galerie am Fischmarkt im Frühjahr 2008 aus den, im stabilen Holzkarton (das Tier soll sich ja nicht davonmachen können!), angelieferten Einzelteilen. (w.e. Februar 2009)

Mehr Arbeiten von Juan Fernando de Laiglesia bei uns im Kunstshop: www.erdel-shop.de


Öffnungszeiten

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Samstag: 11-15 Uhr und nach Vereinbarung

Kontakt: 0941 - 70 21 94 und
Mobil 0170 - 31 80 748

Mail: wolf@erdel.de

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Kunstwerk im Fokus

Peter Dorn Objektkasten Vermessung

Peter Dorn: Vermessung

Objektkasten, 2016, Auflage 5 Stück
Holz, weiß gestrichen, 17,70 x 37 x 3 cm, DVD (34 min.)

Ende Januar 2016 vermisst Peter Dorn zusammen mit Dipl. Ing. Manfred Kitzel einen ebenerdigen Ladenraum mitten im Herzen von Regensburg. 33 Jahre war in der Gesandtenstraße 16 eine Galerie beheimatet. Über drei Dekaden war dort ein Zentrum der ostbayerischen Kunst- und Kulturgeschichte.

Dieser einst zentrale Ort wird zum weißen Fleck. Zum Niemandsland. Zum non-lieux (Marc Augé). Der feste Bestandteil des Regensburger Kulturlebens ist gelöscht. Er existiert nur noch im Gedächtnis der Künstler und Sammler. Bald wird dort ein neues Geschäft eröffnen und eine andere Geschichte schreiben.

Peter Habermeier dokumentierte die Aktion in einem 34-minütigem Video. Der Objektkasten dokumentiert zweiteilig die Kunstaktion in ihrer Motivation und in ihrer Ausführung.

Der Ort hat eine Form der Archivierung gefunden. Ob die Bedeutung des Ortes für Regensburg Eingang in das kulturelle Gedächtnis der Stadt Regensburg findet, wird die Geschichte weisen.

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