Dr. Erdel Verlag - Kunstshop

Kunst braucht Kennerschaft

Die Informationen im Shop bieten dem Sammler hierfür die unverzichtbaren Informationen. Zum Werk und zum Lebensweg des Künstlers. Kompakt und vollständig.

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Galerie und Kunstshop ergänzen sich: Die angebotenen Werke haben sich in Galerieausstellungen schon bewährt. Für uns und für die kenntnisreichen Freunde und Sammler der Verlags-Galerie.

Kunst sammeln - Kultur gestalten

Kauf und Besitz von Kunstwerken ist eine Begegnung mit der eigenen Person. In den Werken, die uns anziehen und die wir besitzen wollen, lernen wir uns selbst kennen. In der Auseinandersetzung mit einer Skulptur oder einem Bild, mit dem wir viele Jahre zusammenleben, gewinnen wir im Idealfall nicht nur eine Ansicht, sondern auch Einsicht.

Das Sammeln von Kunstwerken gestaltet aber nicht nur die eigene Lebenskultur. Durch den Kauf eines Werkes unterstützen wir einen bestimmten Künstler und geben ihm die Möglichkeit und die Ermutigung zur Weiterarbeit. Durch Kunstinteresse ensteht eine kulturelle Umgebung. Das ist nichts Elitäres, sondern eine Lebensführung in der Gestaltungswillen, Spiel und Verantwortung bereichernde Antriebe sind.

Für Sie offen!

artspace Erdel Fischmarkt 3

Jour Fixe: Mittwoch 16-19 Uhr
Ansonsten jederzeit gerne nach Absprache.

Schaulager Am Schallern 4
Auch jederzeit gerne nach Absprache.

E-Mail wolf@erdel.de
Tel. +49 941.70 21 94
Dr. Wolf Erdel +49 170.31 80 748
Dr. A. Kienberger +49 175.89 19 572

Im Fokus

Volker Pfüller: Szene aus "Der zerbrochene Krug" 2006, Kreide, Acryl, 39 cm x 31 cm, 750 Euro

"Die Linien des Lebens sind verschieden /
Wie Wege sind, und wie der Berge grenzen."

Das Publikum beurteilte Kleists Stück "Der zerbrochene Krug" nach der Uraufführung am Weimarer Hoftheater am 2. März 1808 als abgeschmackt und langweilig. Da half es auch nichts dass Goethe höchstselbst Regie führte. Heinrich von Kleist war gar nicht erst anwesend. Die zahlreichen Misserfolge hatten sein Selbstbeswusstsein nachhaltig angekratzt. Goethe waren schon bei der Lektüre Zweifel über den Erfolg des Stücks beim Publikum gekommen, doch tat er sein möglichstes, um das Stück dem Publikum näher zu bringen. "'Der zerbrochene Krug' hat außerordentliche Verdienste, und die ganze Darstellung dringt sich mit gewaltsamer Gegenwart auf. Nur schade, dass das Stück auch wieder dem unsichtbaren Theater angehört."

Mit dem "unsichtbaren Theater" meinte Goethe die dramaturgische Form des Enthüllungsdramas, in dem nach und nach ein vergangenes Geschehen ans Licht kommt. Das Vorbild dafür war "König Ödipus" von Sophokles - auch für Kleist, denn nicht zufällig hat sein Dorfrichter einen Klumpfuß wie Ödipus und ermittelt wie dieser gegen sich selbst. Aber im Unterschied zum Helden der antiken Tragödie weiß Adam genau, dass er der Schuldige ist. Seine Versuche, den Hals aus der Schlinge zu ziehen, machen ihn zur komischen Figur und ist von vielen großen Charakterdarstellern gespielt worden. Heute ist das Stück keineswegs mehr 'unsichtbar', sondern gehört zu den meistgespieltesten Stücken.

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