Sezessionskrieg!

Kurzmeldung: Im Wirtschaftsmagazin Brandeins findet sich ein lesenswerter Beitrag von Peter Weibl, Leiter des ZKM Karlsruhe. Wir wollen unsere verehrten Leser unbedingt auf diesen beachtenswerten Artikel hinweisen. Viel Genuß beim Lesen > hier gehts zum Artikel !

Cinescultura Regensburg startet in 2 Wochen mit hochrangigem Programm!

Das Programm des diesjährigen cinEScultura - Festivals wurde heute im Parkhotel Maximilian vor regionaler und überregionaler Presse vorgestellt.

Für das Film- und Kulturfestival, diesmal mit dem Regionalschwerpunkt Katalonien und dem Gastland Nicaragua, wurde Kiko Veneno verpflichtet. Er ist der herausragende Protagonist des progressiven Flamenco. 2009 verlieh ihm das spanische Kultusministerium die Goldmedaille für Schöne Künste, 2012 den Nationalpreis für aktuelle Musik. Insgesamt 30 Filme werden gezeigt, viele vom Institut für Romanistik der Universität Regensburg mit deutschen Untertiteln versehen und in dieser Form erstmalig präsentiert. Darüber hinaus Ausstellungen, Kolloquien, Lesungen, Vorträge. Für fast einen Monat ein herausragendes kulturelles Angebot in der Domstadt. Save the date(s)! Genaue Informationen: www.cinescultura.de

Das Team hinter dem Festival (von links nach rechts): Dr. Antonia Kienberger, Isabel Köhler Crespo, Prof. Ralf Junkerjürgen, Festivalleiter Pedro Álvarez Olaneta, Kinounternehmer Richard Kattan

Bagatellgrenze für Künstler und Publizisten

"Kulturwirtschaftliche Unternehmen wie Galerien oder Verlage und Kultureinrichtungen wie Theater müssten diese Wohltat der Regierung ausbaden."

Das Arbeitsministerium wird in den nächsten Tagen einen "Entwurf eines Gesetzes zur Stabilisierung des Künstlersozialabgabesatzes" vorlegen. Der Gesetzentwurf soll am 30. April ins Kabinett eingebracht werden. Bestenfalls könnte der Deutsche Bundestag das neue Gesetz noch vor der Sommerpause verabschieden.

Durch das Gesetz soll die überfällige regelmäßige Prüfung der abgabepflichtigen Unternehmen durch die Deutsche Rentenversicherung gewährleistet werden. Weiterhin sieht das Gesetz dem Vernehmen nach die Einführung einer Bagatellgrenze vor. Aufträge an selbständige Künstler und Publizisten von bis zu 450 Euro im Jahr wären demnach künstlersozialabgabefrei.

Die Bagatellgrenze soll für die im Künstlersozialversicherungsgesetz als Eigenwerber bezeichneten Unternehmen sowie für die in der sogenannten Generalklausel zusammengefassten Unternehmen gelten. Unternehmen der Kulturwirtschaft wären davon ausgenommen. Da alle abgabepflichtigen Unternehmen 30% der Kosten der Künstlersozialversicherung aufbringen müssen, führt diese Entlastung automatisch zu Mehrbelastungen der kulturwirtschaftlichen Unternehmen.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: "Ein Pferdefuß des Entwurfes liegt aber in der Einführung einer Bagatellgrenze. "Kulturwirtschaftliche Unternehmen wie Galerien oder Verlage und Kultureinrichtungen wie Theater müssten diese Wohltat der Regierung ausbaden." Abgabegerechtigkeit sieht anders aus! Die Einführung der Bagatellgrenze darf nicht auf dem Rücken der Kulturwirtschaft und der Kultureinrichtungen ausgetragen werden. Meiner Meinung nach ist die Einführung einer Bagatellgrenze zwingend gebunden an die Erhöhung des Bundeszuschusses."

Gerechtigkeit bei der Künstlersozialabgabe

Der Deutsche Kulturrat nimmt Stellung. Aktuell u.a. zum im Koalitionsvertrag festgehaltenen Vorhaben, durch gesetzliche Maßnahmen für Abgabegerechtigkeit bei der Künstlersozialversicherung Sorge zu tragen.

Der Deutsche Kulturrat unterstützt ausdrücklich das Vorhaben der Bundesregierung, Abgabe- und Beitragsgerechtigkeit sind ein konstitutives Element des gesamten Sozialversicherungssystems, insofern sollte Abgabegerechtigkeit auch bei der Künstlersozialabgabe gewährleistet sein.

Zugleich sieht der Deutsche Kulturrat das Erfordernis, dass der Bund in stärkerem Maße für die Künstlersozialabgabeausfälle eintritt, die er politisch zu verantworten hat. Wenn der Bund bürgerschaftlichen Vereinen Vergünstigungen gewährt, muss sichergestellt werden, dass die entstehenden Ausfälle nicht von den anderen Abgabepflichtigen geschultert werden müssen.

Bei der Einführung einer Lebensleistungsrente muss den besonderen Belangen der in der Künstlersozialversicherung versicherten selbständigen Künstlern und Publizisten Rechnung getragen werden.

Ebenso gilt es, die Verbreitung im digitalen Umfeld stärker in den Blick zu nehmen. Hier zeichnet sich ab, dass die Selbstvermarktung künstlerischer Dienstleistungen und Werke an Bedeutung gewinnen. Daraus folgt, dass weniger Künstlersozialabgabe anfällt, da es bei Selbstvermarktungen keinen Abgabeschuldner gibt. Auch für diese Einnahmelücke müsste der Bund mit einem höheren Bundeszuschuss einstehen.

Honorarzahlungen an Künstler machen einen erheblichen Etatposten bei Kultureinrichtungen und Unternehmen der Kulturwirtschaft aus. Für sie ist daher die Planungssicherheit hinsichtlich der Künstlersozialabgabe ein wichtiger Faktor. Der Deutsche Kulturrat schlägt vor, dass die Verwerter die Künstlersozialabgabe nach einem festen, für die Abgabepflichtigen finanzierbaren Abgabesatz entrichten. Dieser Abgabesatz wird für einen mittelfristigen Zeitraum festgelegt und verändert sich innerhalb dieses Zeitraums nur unter Berücksichtigung der allgemeinen Sozialabgabesätze. Die daraus resultierende Abgabe wird durch einen Bundeszuschuss auf 50% der Beitragsausgaben der Künstlersozialkasse aufgefüllt und darf nicht unter die Höhe sinken, die den vom Bundesverfassungsgericht in der Entscheidung vom 08.04.1987 dargestellten Anforderungen entspricht.

Die Stellungnahme des Deutschen Kulturrates in ungekürzter Fassung finden Sie hier.

GJ Lischka: Present Mind

12. April −3. August 2014

In der ZKM_Medialounge und auf dem ZKM_Museumsbalkon

Eröffnung: Fr, 11. April 2014, 19.00 Uhr

Den Griechen verdanken wir die Erkenntnis, dass „sein“ auch immer „gegenwärtig sein“ bedeutet. In der Parmenidischen Sehnsucht nach der „Erkenntnis des Seienden“ kann „sein“ auch die Bedeutung von „wahr sein“ annehmen.

Der in Bern lebende Künstlerphilosoph Gerhard Johann Lischka arbeitet auf dem Feld der Kultur unter diesen Prämissen. Deshalb trägt eine Ausstellung über sein Wirken den Titel Present Mind. Er findet und schafft Schnittstellen, aus denen sich ein komplexes Netzwerk von Gedanken, Bildern, Schriften und Personen entspinnt: die Lischka-Konstellation, die von Jean Baudrillard über Niklas Luhmann und Vilém Flusser bis Paul Virilio, von James Lee Byars über Marina Abramović und Jürgen Klauke bis Andy Warhol reicht.

Als Autor und Herausgeber, als Vortragender und Veranstalter von Symposien, als Künstler und Kurator von Ausstellungen, als Schöpfer von Fernsehfilmen und Moderator, als Editor von Video-DVDs und vieles mehr ist er Erzeuger und Zeuge, Sender und Empfänger, Detektiv und Archivar, Verwalter der Vergangenheit und Gestalter der Gegenwart − immer im Modus des Denkens.

In dem aus Anlass der Schenkung seines Archivs und seiner Bibliothek organisierten Ausstellungsprojekt erinnert Lischka daran, dass Kultur nicht nur Speicherung, sondern auch Umschreibung, nicht nur Überlieferung, sondern auch Überschreitung bedeutet.

Vom Rhythmus in der Gegenwartskunst

Rhythmus ist das große Thema, dem das Kunsthaus Aargau vom
18. Mai bis zum 11. August 2013
eine Ausstellung unter dem Titel "Rhythm in it" widmet.

Die internationale Gruppenausstellung zeigt Werke von 37 Künstlerinnen und Künstlern und bietet anregende und überraschende Einblicke in ein Thema, das nicht nur in der Musik, sondern auch in der bildenden Kunst zentral ist. Kinetische Kunst sowie Film- und Videoarbeiten zeigen Bewegungsrhythmen, weitere Werke sind akustisch erfahrbar oder fokussieren auf zeitliche Rhythmen die den Tagesablauf oder das Wechselspiel von Werden und Vergehen.Ausgewählte Rückgriffe ins frühe 20. Jahrhundert thematisieren formale Rhythmen als ein wesentliches Motiv der Moderne, dessen ungebrochene Aktualität im Dialog mit zeitgenössischen Positionen besonders zur Geltung kommt.

Zur Eröffnung erscheint ein umfangreicher, reich bebildeter Katalog: Rhythm in it. Vom Rhythmus in der Gegenwartskunst, hrsg. von Madeleine Schuppli und Aargauer Kunsthaus, Aarau. Mit Essays von Roman Brotbeck, Bern, Roman Kurzmeyer, Basel, Thomas Macho, Berlin und Madeleine Schuppli, sowie mit Kurztexten weiterer Autoren/innen zu allen beteiligten Kunstschaffenden und ausgestellten Werken. Verlag Edizioni Periferia Luzern/Poschiavo 2013, D/E, ISBN 978-3-906016-21-4, CHF 54.– / Für Mitglieder des Aargauischen Kunstvereins CHF 46.–

Eröffnung der neuen Ausstellung am 19. April 2013


(Foto: A. Kienberger)

Fernando de la Jara schreibt in seiner Biographie: "Es ist nicht im Jahr 1948 in Lima, als Fernando de la Jara geboren wird, es ist auch keine Kunstakademie, in der er malen lernt, sondern er wird geboren und lernt mit jedem Bild, das er verwirklicht. Es gibt keine bessere Biografie für einen Maler als sein eigenes Werk."

Dieses Werk wird heute von renommierten Galerien in Lima (Peru), Miami (USA) und Paris (Fr) vertreten. Viele seiner Werke befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen in Nord- und Südamerika und in Europa. Seine Plastik "Minerva" für die Max-Planck- Gesellschaft steht im Hofgarten in München. Im Rahmen des Regensburger Kulturfestivals "cinEScultura" ist es uns durch Vermittlung des peruanischen Generalkonsulats in München gelungen, Fernando de la Jara für eine Ausstellung in der Galerie am Fischmarkt zu gewinnen.

Zur Eröffnung am Freitag, den 19. April 2013 um 20 Uhr wird Fernando de la Jara anwesend sein. Julio Walter Negreiros Portella, Generalkonul der Republik Peru in München wird in Leben und Werk des Künstlers einführen. Danach gibt es Gelegenheit zum Gedankenaustausch mit dem Künstler bei einem Glas des peruanischen Nationalgetränkes Pisco Sour, importiert und kredenzt vom peruanischen Generalkonsulat.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen und einen spannenden Abend!

Fernando de la Jara im Atelier (Foto: Erdel Verlag, April 2013)

Baldreit-Stipendium

Die Stadt Baden-Baden vergibt zum 01. November 2010 das Baldreit-Stipendium 2010/11.

Bewerben können sich Schriftsteller/innen, Bildende Künstler/innen und Komponist/innen.

Die Stadt Baden-Baden stellt der/dem Stipendiaten/in eine Atelierwohnung in der Innenstadt mietfrei zur Verfügung. Die Stadtsparkasse Baden-Baden zahlt ein monatliches Stipendium in Höhe von 760 Euro und einen Zuschuss von 60 Euro zu den Mietnebenkosten.

Bewerbungen bitte bis 31. Mai 2010 an

Stadt Baden-Baden

Baldreit-Stipendium
Marktplatz 2
76530 Baden-Baden

Telefon: 07221/93-2007 oder -2006

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