GLUON - Plattform für Kunst und Wissenschaft

GLUON ist eine neue Plattform für Kunst und Wissenschaft. Die Gluon Foundation forciert die Zusammenarbeit von KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen. Als Kick-off dieser von Christophe de Jaeger entwickelten Initiative findet bei Ars Electronica ein Round Table statt, bei dem der Kurator und Kunstmanager Hans-Ulrich Obrist von der Serpentine Gallery in London und Paul Dujardin von BOZAR in Brüssel mit KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen diskutieren. Moderiert wird das Gespräch von Gerfried Stocker, dem künstlerischen Leiter der Ars Electronica.

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Gemeinsam mit Ars Electronica startet diese neue Initiative, in der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen mit Künstlern und Künstlerinnen zusammenbrachte werden sollen. Dieser Austausch findet allerdings nicht in der üblichen Form statt, bei der ein Künstler oder eine Künstlerin in ein Labor fährt und sich dort inspirieren lässt. Diese Mal soll das genau umgekehrt laufen: Künstler und Künstlerinnen laden einen Wissenschaftler oder eine Wissenschaftlerin in ihr Atelier ein und arbeiten hier gemeinsam an einem Projekt.

Interessierte SammlerInnen übernehmen die Patronanz über diese Kooperationen und können die dabei entstandenen Werke erwerben.

Es ist sozusagen eine „reverse engineered residency“, aber natürlich immer mit dem Ziel, diese unheimlich spannenden Querverbindungen zwischen Kunst und Wissenschaft neu zu beleuchten, zu erproben und zu unterstützen. Ars Electronica bietet mit den Gallery Spaces und dem Residency-Programm eine Plattform, auf der sich alle, die an einer Verbindung von Medienkunst und Kunstmarkt in irgendeiner Form Interesse haben, treffen und austauschen können.

Das neue Residency-Programm wird 2017 auf dem Ars Electronica Festival vorgestellt. Die teilnehmenden Künstler sind Rachel Rose (US), Manthia Diawara (ML/US), Damian Ortega (MX) und Jan de Cock (BE). Beatrice de Gelder (BE) spricht über die Perspektive der Wissenschaft über diese neue Initiative.

Foto: Paul Dujardin, Hans-Ulrich Obrist
Credit: Antonia Kienberger